Beobachten hinter der Wand
Beim Spazieren am Pfäffikersee fällt sie sofort auf: Die Holzwand, die seit Kurzem am Steg beim Giwizenriet in Pfäffikon installiert ist. Durch sechs schmale Fenster blickt man auf den See. Es handelt sich um eine sogenannte Beobachtungswand: Sie soll den Besuchern einen Einblick in die Vogelpopulation der Bucht vor dem Riet ermöglichen. Installiert hat sie die kantonale Fachstelle Naturschutz. Es ist die einzige derartige Installation am See.
Die Wände sollen dafür sorgen, dass sich die Vögel nicht durch die Beobachter gestört fühlen. Denn oft nehmen Vogelliebhaber grosse Kameraausrüstungen oder Ferngläser mit – und beobachten die Tiere stundenlang.
Ausgewählt wurde der Standort, weil er sich in «ornithologisch spannendem Gebiet» befindet, sagt Martin Graf, stellvertretender Leiter der Fachstelle Naturschutz. In der Bucht seien vor allem die beiden Brutflosse erwähnenswert. Auf den Flossen würden Flussseeschwalben und Lachmöwen brüten. «Daneben können aber auch andere Wasservögel und Riedbewohner mit etwas Geduld und Erfahrung beobachtet werden», sagt Graf.
Ruhig verhalten
Die Wand könne von allen Naturinteressierten genutzt werden. «Wichtig ist jedoch, dass man sich auch korrekt verhält», sagt Graf. Das bedeutet: Vogelfans sollten Kameras und Ferngläser nicht aus dem Beobachtungsfenster halten sowie leise und ruhig sein.
Die Erstellung der Wand erfolgte soweit möglich auf der Grundlage des vormaligen Fischerstegs zusammen mit der Erneuerung der Fischerstege, sagt Graf. Bevor die Wand installiert wurde, hatten Fischer den Steg genutzt. Fischen kann man dort nun nicht mehr. «Auf der gegenüberliegenden Seite in Pfäffikon wurde ein neuer Steg als Ersatz erstellt.» (heu)
