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Für viele Pflanzen wird es kritisch

In den Nächten auf Donnerstag und Freitag könnten neue Kälterekorde aufgestellt werden. Allerdings sind Kälteeinbrüche Ende April keine Seltenheit.

Schneeschauer über dem Seegräbner Ortsteil Sack am Mittwochmorgen. (Bild: Manuel Reimann), Auch bei Beat Hirter aus Orn in Hinwil ist seit Mittwochmorgen wieder Winter. (Bild: Leserreporter Beat Hirter), Der April macht was er will: Im Atzmännig liegt am Mittwochmorgen, 19. April 2017, Schnee. (Bild: sky-cam.ch/atzmaennig), An einen Ausflug in den Seilpark Atzmännig denkt wohl niemand. Dabei sind doch Frühlingsferien. (Bild: sky-cam.ch/atzmaennig), Die Wettersituation am Mittwoch um 7.45 Uhr in Wetzikon. Petrus lässt einen neuen Schneeschauer los. (Bild: Mike Gadient), Wegen den frostigen Temparaturen besteht für empfindliche Pflanzen akute Erfrierungsgefahr. (Bild: Manuel Reimann), Letztes Jahr präsentierten sich weite Teile des Zürcher Oberlandes am Morgen des 27. April weiss angezuckert. (Bild: Manuel Reimann), Die Aussicht vom Pfannenstiel auf dem Greifensee war um diese Jahreszeit auch schon attraktiver. (Webcam: hochwacht-pfannenstiel.ch), Der Skilift Ghöch in Bäretswil hat seine Saison bereits vor Wochen beendet. (Webcam: www.ghoech.ch)

Für viele Pflanzen wird es kritisch

Der Frühling 2017 startete vielversprechend. Im März und in der ersten Aprilhälfte zeigte sich das Wetter meist von seiner angenehmsten Seite, die Temperaturen lagen fast immer über dem jahreszeitlichen Niveau.

Doch just auf Ostern kam in der Region der Kältehammer: Seit Ostersamstag ziehen Wolken übers Land, und die Temperaturen sind Tag für Tag tiefer. Am Dienstag und Mittwoch gab es immer wieder kurze, aber heftige Schneegestöber. Am Mittwochmorgen konnten zudem mancherorts in der Region sogar ein Schäumchen Schnee beobachtet werden.

Alle drei Jahre üblich

Solche Kaltlufteinbrüche im April indes gibt es relativ häufig, erklärt Meteonews-Meteorologe Cédric Sütterlin auf Anfrage. «Ungefähr jedes dritte Jahr kann man im April am Boden liegen bleibenden Schnee beobachten.» Auch letztes Jahr war das der Fall. Damals präsentierten sich am Morgen des 27. April weite Teile des Oberlandes weiss überzuckert. «Am 28. April verzeichneten wir an fast jeder unserer Messstationen Minustemperaturen.»

Das gegenwärtige Wintercomeback dürfte aber noch heftiger ausfallen. Für die Nächte auf Donnerstag und Freitag rechnet der Meteorologe «mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen»: Donnerstag in der Früh seien Temperaturen um minus 2 bis minus 5  Grad möglich, am frühen Freitagmorgen sogar minus 5 bis minus 6 Grad. «Am Donnerstagmorgen dürften die kältesten Temperaturen in leichten Höhenlagen gemessen werden, am Freitagmorgen dann in Muldenlagen.»

Gefahr für Pflanzen

Wer im Garten oder auf dem Balkon nicht winterfeste Pflanzen  hat, tut daher gut daran, diese an einen geschützten Ort zubringen. Oder, falls das nicht möglich ist, sie so gut es eben geht vor dem dem Frost zu schützen. «Eine gute Möglichkeit ist das Zudecken mit zweilagigem Vlies», rät Sütterlin.

Die Ursache des Kälteeinbruches liegt in einem kräftigen, sich von den britischen Inseln bis zur Ostsee erstreckendem Hochdruckgebiet sowie Tiefdruckzonen im Süden und über Russland. Dazwischen strömt nun Kaltluft aus Sibirien direkt Richtung Schweiz. Immerhin zeichnet sich zum Wochenende wieder ein Temperaturanstieg ab. Allerdings ist der Frostalarm damit noch nicht aufgehoben: Gemäss Sütterlin könnte es in der Nacht auf Montag nochmals Frost geben. Das US-amerikanische Wettermodell berechne zudem für kommenden Mittwoch einen erneuten Kaltluftvorstoss. «Ob es dann aber wirklich dazu kommt, kann zum momentanen Zeitpunkt noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.»

Sicher ist einzig, dass weitere Kaltluftvorstösse grundsätzlich möglich sind – sogar noch im Mai. Diesbezüglich ist der 28. Mai 1961 besonders in die Annalen eingegangen: Auf dem Zürichberg wurde damals ein Zentimeter Neuschnee gemessen.

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