«Hinweg war scheisskalt» – die besten Szenen im Video
«Weicheier? Nein, das sind wir sicher nicht», sagt Eva Oswald. Die 31-jährige aus Uster hatte vor Jahresfrist erstmals am traditionellen Blaueierschwimmen im Uferbereich des Greifensees teilgenommen. Nun konnte sie ihre Nichte Jana Theiler aus Winterthur zum Mitmachen motivieren. Das Zähneklappern war bei der 13-jährigen Teenagerin knapp eine Stunde vor dem Start zum Anlass hörbar – und dies trotz Hasenkostüm… «Ich werde das nun aber durchziehen und beweisen, dass ich kein Weichei bin», meint sie leicht trotzig.
Video-Impressionen vom Blaueierschwimmen 2017:
(Videos: Simon Grässle)
Eva Oswald macht aus «Spass an der Sache» mit. «Irgendwie gehört das Blaueierschwimmen schon fast zum familiären Osterprogramm», äussert sie sich mit einem herzhaften Lachen. Und wenn man bedenke, dass die Wassertemperatur im vergangenen Jahr kalte 7 Grad betragen habe, dann sei es an diesem Tag bei einer Wassertemperatur von rund 15 Grad schon fast warm. Trotz kaltem Wind und gelegentlich einsetzendem Nieselregen.
So kalt war es – hören Sie selbst:
«Ich bin zwar auch schon in der Nordsee bei kalten 2 Grad Wassertemperatur schwimmen gegangen», erzählt Beni Boethelt aus Uster. Der 36-jährige erlebte seine Premiere beim knapp 20 Meter langen Schwumm vom Steg bei der Seebadi Niederuster zum Sprungturm – dort, wo die blauen Eier in Körben bereit lagen.
Raffael Scherrer, 33-jährig und ebenfalls aus Uster, liess sich von Kollege Beni anstecken und wagte sich ebenfalls erstmals an diese Herausforderung. Boethelts Frau Stefanie behält ihre Winterkleider (!) jedoch an, nichts von Bikini am gestrigen Ostermontag. «Jemand muss ja auch noch die Badetücher bereithalten», sagt sie fast entschuldigend.
Der Traditionsanlass aus Sicht des Eis: