Fischenthal hat wieder einen Gemeindeschreiber
Frohe Botschaft aus dem Fischenthaler Gemeindehaus: Die Übergangslösung mit Springer Hansruedi Steinmann als Gemeindeschreiber währt nicht mehr lange. Die Gemeinde hat einen neuen Schreiber gefunden. Nachfolger von Martin Weilenmann wird Roman Zogg.
Der 46-Jährige ist ein Verwaltungsprofi. Das zeigt der Blick auf seinen Lebenslauf. Zogg absolvierte eine Verwaltungslehre und schloss die Gemeindefachschule mit dem höheren Fachdiplom für Verwaltungsfachleute ab. Zusätzlich machte er eine Ausbildung zum Rechtsagenten und besuchte eine berufsbegleitende Führungsausbildung für öffentliche Verwaltungen. Im Jahr 2015 schloss er überdies den Executive Master of Business Administration in General Management an der Fachhochschule Ostschweiz ab.
Ein Mann vom Fach
Der neue Fischenthaler Gemeindeschreiber wohnt in Quarten im Kanton St. Gallen und war unter anderem als vollamtlicher Gemeindepräsident in Sevelen und in Quarten tätig. «Wir sind sehr froh, dass wir das Amt mit Roman Zogg besetzen können», sagt Gemeindepräsident Josef Gübeli (SVP). Er komme vom Fach und habe viel Erfahrung. «Seine Fähigkeiten sind bei uns gefragt. Vor allem angesichts der Erneuerungswahl des Gemeinderats 2018.»
Am 8. Mai wird Zogg sein Amt antreten. «Ich freue mich auf die neue Stelle und eine gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, dem Gemeinderat und der Bevölkerung», sagt Zogg.
Fischenthal liegt nicht am Weg, wenn man in Quarten zu Hause ist. Für den neuen Gemeindeschreiber ist das kein Problem. «Fischenthal und Quarten sind keine Nachbargemeinden. Die Distanz ist aber absolut machbar.» Er habe jahrelang noch längere Arbeitswege gehabt.
«Ich habe nicht vor, die Stelle schnell zu wechseln. Ich suche kein Sprungbrett für meine Karriere. Das habe ich alles schon gehabt.»
Roman Zogg, neuer Fischenthaler Gemeindeschreiber
Dass es Zogg gerade nach Fischenthal zieht, hat seinen Grund: «Ich habe eine neue Herausforderung im Verwaltungsbereich gesucht. Eine kleine Gemeinde spricht mich mehr an und ist mir sympathischer als eine Stadt.» Als er die Stellenanzeige gesehen habe, habe er daher nicht lange gezögert. «Ich bevorzuge es, für eine kleine Gemeinde wie Fischenthal zu arbeiten. Im Dorf und auf der Verwaltung gibt es keine Anonymität. Das gefällt mir.» Es käme ihm nicht in den Sinn, für eine Stadt mit 20’000 Einwohnern tätig zu sein. «Der Betrieb ist ganz anders, und das Persönliche bleibt auf der Strecke.» Diese Haltung rühre wohl auch daher, dass er selbst vom Land komme.
Dass er nur für kurze Zeit wie sein Vorgänger in Fischenthal bleiben werde, schliesst Zogg aus. «Ich habe nicht vor, die Stelle schnell zu wechseln. Ich suche kein Sprungbrett für meine Karriere. Das habe ich alles schon gehabt.» Er wünsche sich eine Stelle, die ihm gefalle und ihm entspreche. «Ich denke, dass die Stelle in Fischenthal mir das geben kann.»
Mirko Sennhauser tritt ab
Kaum hat der Gemeinderat diese Vakanz besetzt, steht schon die nächste an. Gemeinderat Mirko Sennhauser (parteilos) wird aus beruflichen Gründen zurücktreten. Er hat den Bezirksrat um Entlassung aus seinem Amt ersucht. Sieben Jahre ist Sennhauser im Gemeinderat, derzeit ist er verantwortlich für das Ressort Sicherheit. «Ich habe Anfang Jahr eine Führungsposition übernommen», sagt Sennhauser.
Am Ende seiner Amtsdauer habe er sowieso aufhören wollen. «Ich habe aber gemerkt, dass ich nicht alles unter einen Hut bringe.» Sennhauser will so schnell wie möglich aufhören. Er sei aber auch froh, wenn er sein Amt persönlich übergeben könne. «Der Bezirksrat und der restliche Gemeinderat werden nun klären, wann ich gehen kann.»