Hinwiler stürzt in Patagonien in den Tod
Tragisches Ende eines Traums. Der 33-jährige Hinwiler Dario Möckli plante mit seinem schwedischer Bergsteiger-Kollegen zwischen dem 12. und 14. März die Ersteigung der 3002 Meter hohen Aguja Poincenot in Argentinien. Doch von der Expedition auf die markante Bergnadel kam er nicht zurück.
Mittlerweile ist klar, dass sie tot sind. Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gestern auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den Tod eines Schweizer Bürgers in Argentinien. Die beiden Bergsteiger müssen am Montag, 13. März, abgestürzt sein.
Mühsame Suche
Möcklis Angehörige haben schlimme Tage hinter sich. Am vergangenen Freitag erwarteten die Familie Dario am Flughafen Zürich – vergeblich. Darios Zwillingsbruder Manuel Möckli schlug in der Folge Alarm und gab eine Vermisstanzeige auf. Darauf folgte ein belastender Gang durch die Ämter.
«Statt mir zu helfen schoben sich die Behörden gegenseitig den Schwarzen Peter zu», klagt Manuel Möckli. «Das war sehr belastend in einem sonst schon schlimmen Moment.» Schliesslich gelang es Möckli mit eigenen Recherchen, das Gepäck seines Bruders in einem Hotel aufzuspüren und über einen örtlichen Guide eine Suchaktion einzuleiten. «Ohne ihn hätte ich bis heute keine Ahnung, wo mein Bruder verblieben ist.»
Traurige Gewissheit
Der Suchtrupp fand die beiden Bergsteiger an einem Hang des Poincenot tot auf. «Bergsteigen war seine Leidenschaft. Das mussten wir als Familie akzeptieren. Jetzt ist er bei seiner Leidenschaft gestorben», sagt Manuel Möckli. Wie es zum Drama kam, ist unklar. Die Körper konnten bisher nicht geborgen werden. (was)