Politik

Wieder ein Maskenball fürs Dorf

Im Februar findet im Chesselhuus zum ersten Mal ein Maskenball statt. Eine Gruppe will den Ball wiederbeleben, der im Dorf einst Tradition hatte.

Am 18. Februar 2017 sind im Pfäffiker Chesselhuus die Narren los. (Archivbild: Seraina Boner) , Das OK für den Maskenball: Marina Freitag, Remo Niederhauser, Samuel Heer, Anna Meyer (Unterhaltung), Severin Wolf und Präsidentin Manuela Keller. (Bild: Samuel Heer) , Jede volle Stunde tritt eine Gugge auf, viele davon kommen aus der Region. Dazwischen legt ein DJ Partymusik auf. (Archivbild: MIrjam Müller)

Wieder ein Maskenball fürs Dorf

Etwas wehmütig denkt Samuel Heer zurück an frühere Zeiten. An Zeiten, als in den Sälen des Hotels Bahnhof in Pfäffikon oder der «Sonne» in Auslikon jährlich noch Maskenbälle stattfanden. Letztere wurden von der Guggemusig Banausliker organisiert.

«Wirklich rentabel war das aufgrund der kleinen Grösse aber nicht», sagt Heer, der Präsident der Banausliker ist. Dabei sei das Interesse an grossen Maskenbällen durchaus vorhanden. «Diejenigen in der Umgebung sind gut besucht.»

Nachdem die Kinderfasnacht in Pfäffikon wiederbelebt wurde, stand für die Banausliker fest: Die «fünfte Jahreszeit» soll wieder gebührend gefeiert werden. Ein sechsköpfiges Organisationskomitee – die meisten Mitglieder machen bei den Banauslikern mit – hat darum beschlossen, einen grossen Maskenball im Dorf zu organisieren. Er findet am 18. Februar im Chesselhuus statt.

Platz für 700 Besucher

Die Vorbereitungen für den Ball laufen auf Hochtouren. Der Aufwand und die Konkurrenz in der Umgebung seien nicht zu unterschätzen, sagt Heer, der im OK für die Finanzen und das Marketing zuständig ist. Im Dorfsaal ist Platz für über 700 Personen.

«Die Maskenbälle in Hittnau und Russikon finden in grösseren Sälen statt, also werden wir den Dorfsaal bestimmt füllen können.»

Das Konzept des Balls ist einfach: Jede volle Stunde tritt eine Gugge auf, viele davon kommen aus der Region. Dazwischen legt ein DJ Partymusik auf. «Er ist auf Maskenbälle spezialisiert», sagt Heer. Um Mitternacht werden die besten Kostüme prämiert.

Positive Rückmeldungen

Fasnächtler feiern gerne laut und ausgelassen, das ist Heer bewusst. Am Ball wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Das OK hat darum einen Sicherheitsdienst organisiert, der im Saal und vor dem Chesselhuus präsent sein wird.

«Es werden mehr Sicherheitsleute anwesend sein, als in der Auflage der Gemeinde normalerweise vorgeschrieben ist», sagt Heer. «Wir wollen dafür sorgen, dass sich der Lärm in Grenzen hält.» Zudem wird ein Shuttle-Service angeboten, der die Besucher der umliegenden Gemeinden nach Hause bringt.

Die Wiederbelebung des Maskenballs hat in Pfäffikon bereits die Runde gemacht. Er habe viele positive Rückmeldungen bekommen, sagt Heer. «Das Oberland ist nicht unbedingt für seine Fasnachtskultur bekannt. Gerade deshalb wollen wir sie fördern.»

 

Die Banausliker

Die Guggemusig Banausliker wurde 1988 gegründet. Sie zählt etwa 15 Mitglieder und ist nach eigenen Angaben «perfekt für viel beschäftigte Fasnachtsbegeisterte». Im Gegensatz zu vielen anderen Guggenmusigen wird der Aufwand mit etwa zehn Proben und vier bis fünf Auftrittstagen jährlich gering gehalten.

Hauptanlass ist seit je der Ausliker Kinderumzug, der jeweils am Nachmittag des Fasnachtsmontags durchgeführt wird. Daneben stehen Auftritte und Beizentouren in der Region auf dem Programm.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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