Im vergangenen August verwandelte sich das Restaurant Traube in Ottikon von der urchigen Landbeiz vom gemütlichen Speiserestaurant auf dem Lande in ein hektisches Fernsehstudio. «Die Tische wurden umgestellt, der Spiegel entfernt», erzählt Angelika Boesch, die das Restaurant mit ihrem Mann Patrick zusammen betreibt. «Es wimmelte von Leuten mit Kameras und Mikrofonen.» Einen ganzen Tag lang filmten die Fernsehleute für die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» in der «Traube» Ottikon.
Strenge Dreharbeiten
«Wir wurden letztes Jahr von einem Gast für die Sendung angemeldet, es kam dann aber nicht zustande. Dieses Jahr wurden wir direkt angefragt. Und wenn wir schon gefragt werden, machen wir natürlich mit.» Das ganze Team sei aber sehr nervös gewesen. «Wir sind ja alles Laien. Und ich bin nicht der Typ, der gerne vor der Kamera steht. Aber die Fernsehleute haben uns super gecoacht, sodass die Unsicherheit verflog.»
Die Dreharbeiten seien jedoch sehr anstrengend gewesen. «Wir wurden 12 Stunden lang gefilmt, durften nicht in die Kamera schauen und mussten einige Szenen x-mal wiederholen. Aber es war eine total lässige Erfahrung, einmal hinter die Kulissen so einer Fernsehsendung zu sehen. Es hat allen Spass gemacht und Abwechslung in den Alltag gebracht. Wir haben sehr viel gelacht.»
Die «Traube» Ottikon ist kein normales Restaurant. Einerseits ist der Betrieb Bio-zertifiziert, andererseits werden in der «Traube» Ottikon in Zusammenarbeit mit dem Verein Sorebo Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Jugendliche und Erwachsene mit schwierigem Hintergrund, psychischer Beeinträchtigung und Leistungs- und Lernschwäche angeboten.

