Wer in den vergangenen drei Monaten auf der Gockhauserstrasse eingangs Dorf unterwegs war, konnte die Kameras und die Messschranke kaum übersehen. Bei dieser temporären Installation handelte es sich aber nicht um eine Geschwindigkeitskontrolle der Polizei. Es war eine Messstation des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel).
Seit 15 Jahren führt das Amt Abgasmessungen bei Personen- und Lieferwagen zur Ermittlung des realen Emissionsverhaltens, also dem Ausstoss von Abgasen unter echten Verkehrsbedingungen, durch. Auch heuer mass die Station während 25 Tagen die Werte von rund 75 000 Fahrzeugen. Nach wie vor sind Motorfahrzeuge die wichtigste Schadstoffquelle in der Schweiz.
Abgase mittels Licht messen
Der Leiter der Abteilung Luft des Awel, Valentin Delb, zeigt sich bei einer Besichtigung der Anlage selbstbewusst: «Diese Messungen, die wir hier machen, sind weltweit einmalig, denn es ist die längste Messreihe dieser Art.»
Das Mess-Setting ist denn auch auf dem neusten Stand der Technik. Jedes Fahrzeug, welches die Messstation passiert, wird von zwei Videokameras aufgenommen. Das System registriert dadurch das Nummernschild, welches dem System Angaben über Motorentyp und Fahrzeugkategorie liefert. Ein weiteres Gerät misst Geschwindigkeit und Beschleunigung der Fahrzeuge, denn beides hat auch einen Einfluss auf die Abgasemission des Motors.

