Politik

Kaffee auf drei Rädern

Mit Kaffee hatte Regina Rentrop bis anhin beruflich nicht viel am Hut. Seit März ist die Winterthurerin allerdings mit ihrem eigenen mobilen Kaffeestand unterwegs.

Beim «Stadi»-Relaunch waren Regina Rentrop und ihr Kaffeevelo mit dabei. (Bild: Christian Saggese)

Kaffee auf drei Rädern

«Kaffee mochte ich immer, aber ich hätte nie gedacht, dass er einmal eine so grosse Rolle in meinem Leben spielen würde», sagt Regina Rentrop. Sie sitzt aufrecht in ihrem Stuhl, die Sonnenbrille lässig ins Haar gesteckt und hat die Hände sorgfältig ineinander gefaltet.

Die 36-Jährige ist halb irisch, halb deutsch und lebt seit mittlerweile neun Jahren in Winterthur Hegi. Seit März ist Regina Rentrop in ihrer Freizeit mit ihrem speziell angefertigten Kaffeevelo in der Stadt unterwegs und verkauft Cappuccino, Espresso und Latte Macchiato.

Gesagt, getan

Ursprünglich studierte Regina Rentrop in Irland Wirtschaftsingenieurwesen, später folgte der Master in Transport und Logistik. Mehr durch Zufall ist die junge Mutter von zwei Kindern zu ihrer etwas aussergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung gekommen. Im Gespräch mit zwei Freundinnen entstand spontan die Idee, Kaffee mobil zu verkaufen. Gesagt, getan. Regina Rentrop nahm das Projekt in die eigenen Hände.

Sie machte eine Barista Schulung, liess ein Lastenvelo zum Kaffeestand umbauen und hat sich für dieses Jahr einen Standplatz am Winterthurer Altstadt-Flohmarkt geangelt. «Das war Glück», meint sie zum erhaltenen Standplatz, denn unter den sieben Bewerbern musste schliesslich ausgelost werden.

Raus aus der Komfortzone

Über die Frage, ob das Kaffeevelo auch künftig nur ein Hobby bleiben wird, muss die zweifache Mutter kurz nachdenken. Schliesslich lächelt sie und bestätigt: «Ja, aber der Kaffee rückt beruflich trotzdem in den Vordergrund.» Ab kommenden November wird Regina Rentrop nämlich hauptberuflich bei einem Schweizer Kaffeemühlenhersteller im Bereich Sales Controlling tätig sein.

Das Kaffeevelo bleibt nebenbei aber ihr leidenschaftliches Hobby, das sie sehr zu schätzen weiss. «So komme ich aus meiner Komfortzone raus, habe eine schöne Abwechslung und kann mit verschiedenen Leuten in Kontakt treten», erklärt sie.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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