So schön ist die Sommer-Schlussoffensive im Oberland
Lange Zeit sah es so aus, als würde der Sommer 2016 als sehr mässig in die Annalen eingehen. Die Temperaturen lagen nämlich ziemlich genau im langjährigen Mittel, und auch die Niederschlagswerte entsprachen dem Durchschnitt.
Gefühlt wurde der Sommer 2016 allerdings von vielen als einer der schlechteren Sorte wahrgenommen. Vor allem deshalb, weil der letztjährige Sommer, der als einer der heissesten seit dem Jahrhundertsommer 2003 gilt, noch in guter Erinnerung ist. Da konnte der Sommer 2016, an dem es nie eine ganze Woche am Stück Sonne pur ohne sich anbahnende Gewitter gab und dessen ordentliches Temperaturniveau nicht Hitzetagen, sondern den wegen des oft bewölkten Himmels relativ warmen Nächten zu verdanken war, natürlich nicht mithalten.
Deutlich kürzere Tage
Aber nun besinnt sich der Sommer doch noch, dass er die wärmste Jahreszeit sein sollte – zu einem Zeitpunkt, an dem Vorboten des Herbstes wie etwa das weicher gewordene Licht und die bereits wieder längeren Nächte klar ersichtlich sind.
Seit Montag ist das Wetter strahlend schön. Das Hoch «Gerd» sowie eine leichte Bise ermöglichen eine fantastische Fernsicht. Unter solchen Bedingungen ist die Entstehung von Gewittern schlicht nicht möglich.
Das schöne Wetter soll sogar noch einige Tage anhalten. Man kann gar von der ersten eigentlichen Hitzewelle dieses Sommers sprechen. Für Ende August ist das zwar keine Seltenheit, aber doch bemerkenswert. Denn im Tagesverlauf gibt es nicht mehr so viel Zeit, um einzuheizen: Die Sonnenscheindauer ist schon fast zweieinhalb Stunden weniger lang als im Mittsommer.
Ende Woche Tropennächte
In der Nacht auf Freitag wechselt die Windrichtung von Ost allmählich auf Südwest. Das führt dazu, dass die Luft etwas mehr Feuchtigkeitsgehalt aufweisen wird. Die Anfang Woche noch relativ starke Abkühlung in der Nacht bleibt dann aus, vielleicht gibt es in der Region sogar Tropennächte. Die Höchsttemperaturen bleiben knapp über 30 Grad.
Ab Sonntag muss im Oberland mit ersten Hitzegewittern gerechnet werden. Am Montag wird es verbreitet nass, die Temperaturen gehen etwas zurück. Gemäss der Langfristprognose von Meteo Schweiz dürfte das Wetter in der Folge einen eher veränderlichen Charakter annehmen, die Temperatur dürfte aber noch für einige Zeit über der jahreszeitlichen Norm verbleiben.
