«Hütet die Flamme der Nächstenliebe», hiess der Slogan der Winterhilfe damals im Jahr 1945. Auch wenn die Kriegsjahre der Vergangenheit angehören, gibt es heute noch Menschen, die in der Schweiz am Existenzminimum leben. Kommt etwa eine teure, nicht durch Versicherungen gedeckte Zahnarztrechnung oder eine unvorhergesehene Auslage für Kinder, sprengen diese meist das knappe Familienbudget. Auch Ferien sind ein Luxus, den sich längst nicht alle leisten können.
Armut wird von den Betroffenen meist verschwiegen und der Gang zum Sozialamt wenn möglich vermieden, weiss Max Freiburghaus, Vizepräsident der Winterhilfe Zürcher Oberland. Um solche Notfälle zu überbrücken, sei die Winterhilfe da. Geholfen werde unter anderem bei der Ferienfinanzierung mit Reka (Schweizerische Reisekasse), mit einer Bettenaktion oder dem Verschicken von Kleiderpaketen an Bedürftige.
«Auch Schultornister oder Erstlingsausrüstungen für Babys werden von uns übernommen, und auch bei einer Schuldensanierung stehen wir in Zusammenarbeit mit Fachstellen mit Rat und Tat zur Seite.»
«Inhaltlich ändert sich nichts»
Freiburghaus ist seit zehn Jahren Vizepräsident der Winterhilfe Zürcher Oberland, die sich jetzt auflöst und in die Winterhilfe Zürich integriert wird. Andere Bezirke hätten die Entwicklung schon hinter sich, und mit der Pensionierung der Geschäftsführerin werde das Oberland jetzt in den Kantonalverband überführt.
