Der Denner-Satellit geht, ein Mini-Denner kommt
«Schade», murmelt eine betagte Dame, während sie das Plakat an der grossen Fensterfront studiert. Auf dem steht, dass der Denner geschlossen ist und dass die Kunden auf die Filialen in Schwerzenbach und Fällanden ausweichen könnten. «Ja, gäll», meint eine andere, die sich dazugesellt hat, «hier habe ich immer Joghurt und Waschmittel gekauft.»
Am 2. Juli war der letzte Verkaufstag im Denner-Zentrum Meierwis. In der vergangenen Woche wurde das Ladenlokal ausgeräumt, danach demontierten Arbeiter Kühlvitrinen, Laufbänder und Gestelle. Seit vorgestern Dienstag steht die Räumlichkeit leer.
Überall Konkurrenz
Über die Gründe der Schliessung wollte der Filialleiter, der den Rückbau vor Ort begleitete, nichts sagen. Es liegt aber auf der Hand: Niemand schliesst ein rentierendes Geschäft. Da ist einmal die konzerninterne Konkurrenz durch die Migros vis-à-vis, die in den letzten Jahren wie andere Filialen auch immer mehr Markenartikel in ihr Sortiment aufnahm.
Nicht zu vergessen der Denner im nahe gelegenen Volkiland – und die sich anbahnende Konkurrenz durch die neue Lidl-Filiale, die derzeit ein paar hundert Meter weiter in der Industrie Zimikon gebaut wird. Und dann noch das Problem der allermeisten Dorfläden: Die Kunden machen ihre Grosseinkäufe woanders und kommen nur für einzelne Artikel vorbei – oder wenn sie etwas vergessen haben.
Maximal 700 Artikel
Im leer stehenden Ladenlokal im Zentrum Meierwis wird das Unternehmen gemäss Mediensprecher Thomas Kaderli einen Denner Bibite (Italienisch für Getränke) eröffnen. Der ist deutlich kleiner als übliche Denner-Filialen und hat vor allem Alkohol und andere Getränke sowie Tabak und wöchentlich wechselnde Aktionen im Angebot. Das Sortiment umfasst maximal 700 Artikel. Kaderli rechnet damit, dass der neue Mini-Denner Anfang Herbst eröffnen wird.