«Liebe, Sex und so weiter» so gefragt wie nie
Mit fast 6000 Jugendlichen waren die Fachpersonen von «liebesexundsoweiter» im vergangenen Jahr im Gespräch. Dabei ging es um Fragen rund um Sexualität und sexuelle Gesundheit. Insgesamt besuchte die Fachstelle mit Sitz in Winterthur kantonsweit 376 Klassen und stellte damit einen neuen persönlichen Rekord auf, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Fachstelle ist in den Berufsschulen in Winterthur, Wetzikon und Rüti, aber auch in Schulen in der Stadt Zürich engagiert. Sie leistet zudem Schuleinsätze in Mittel- und Oberstufen sowie im 10. Schuljahr. Die Fachleute ergänzen den sexualkundlichen Unterricht der Lehrpersonen mit geschlechtergetrennten Fragestunden.
Die Bibliothek von «liebesexundsoweiter». (Quelle: youtube)
Finanzielle Fragezeichen
Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, ist die langfristige Finanzierung der Fachstelle nach der Streichung der städtischen Subventionen noch nicht gesichert. Sie befindet sich aber auf gutem Weg, da der Stadtrat einen einmaligen Betriebsbeitrag von 40’000 Franken aus dem Hans-Stäubli-Fonds gewährt.
Bei den drei Gymnasien und in allen Winterthurer Berufsschulen ist die Information zu sexueller Gesundheit durch «liebesexundsoweiter» seit vielen Jahren etabliert. In allen Klassen dieser Schulen führt die Fachstelle Workshops durch, in denen Geschlechtskrankheiten, Teenagerschwangerschaften, sexuelle Orientierung und der Umgang mit Pornografie thematisiert wird.
Ausserdem unterstützt die Winterthurer Stiftung Adele Koller-Knüsli die Fachstelle ebenfalls mit 40’000 Franken. «Für die längerfristige Sicherstellung des Betriebs bedarf es aber einer wiederkehrenden Subvention durch die Bildungsdirektion ab 2017», halten die Verantwortlichen in der Mitteilung fest. Dieser Entscheid ist noch ausstehend. (mig)