Politik

«Watt Neues» im Schulhaus Watt

In der Projektwoche der Sekundarschule Watt gestalten die Schüler ihr Schulhaus um. Mit Unterstützung von zwei Graffitikünstlern wollen sie eine Mauer neu besprayen. Im Internet sucht die Schule nun mittels Crowdfunding nach Sponsoren.

Die Schulleiterin Marianna Minder engagiert zwei Graffitikünstler zur Unterstützung der Schüler beim Sprayen der alten Betonmauer. (Bild: Nadine Siegle), Die Schulleiterin Marianna Minder engagiert zwei Graffitikünstler zur Unterstützung der Schüler beim Sprayen der alten Betonmauer. (Bild: Nadine Siegle), Die Schulleiterin Marianna Minder engagiert zwei Graffitikünstler zur Unterstützung der Schüler beim Sprayen der alten Betonmauer. (Bild: Nadine Siegle)

«Watt Neues» im Schulhaus Watt

Das Schulhaus der Sekundarschule Watt in Effretikon bekommt ein neues Kleid. Im Rahmen der Projektwoche vom 23. bis 27. Mai wird eine Gruppe von 85 Schülern der ersten bis dritten Sekundarschule den Aussen- und Innenbereich des Schulhauses umgestalten. Das Motto lautet: «Wir machen watt Neues.»

Die Ideen zur Umgestaltung werden die Schüler erst in der Projektwoche selbständig erarbeiten und umsetzen. Ein Objekt steht für die Neugestaltung aber bereits fest und hat schon Wochen vor der Projektwoche zu reden gegeben: die heruntergekommene Betonmauer, die den Pausenplatz von der Lindenstrasse und vom Velokeller abgrenzt. Einst zierten farbenfrohe Graffiti diese Wand, heute sind nur noch blasse Farbreste zu sehen.

88 Quadratmeter Fläche

«Wir können uns nicht mehr mit der Wandbemalung identifizieren. Deshalb wollen wir etwas Neues machen», sagt Marianna Minder, Schulleiterin der Schule Hagen/Watt. Die Mauer sei mit einer Fläche von 88 Quadratmetern aber zu gross für eine simple Neubemalung. Deshalb entschied die Schule, dieser Mauer in der Projektwoche besondere Beachtung zu schenken und professionelle Hilfe beizuziehen.

Unterstützung erhoffen sich die Schüler und Lehrer von One Truth, einem renommierten Kollektiv von Graffitikünstler aus Zürich. Zwei der Künstler sollen die Schüler in der Projektwoche in die Graffitikunst einführen und ihnen beim Sprayen zur Seite stehen.

Teure Unterstützung

Die Kosten für die gewöhnlichen Arbeiten in einer Projektwoche werden vom Budget der Schule gedeckt. «Zwei Graffitiprofis zu engagieren, ist aber einfach zu teuer», so Minder. Konkret kostet die Unterstützung von One Truth 1775 Franken.

Deshalb hat die Schule vor knapp drei Wochen auf Initiative zweier Lehrerinnen einen Sponsorenaufruf im Internet – ein sogenanntes Crowdfunding – gestartet. Beim Crowdfunding, auch als Schwarmfinanzierung bezeichnet, wird im Internet zur Mitfinanzierung eines beliebigen Projekts oder einer Firmenidee aufgerufen.

Belohnung für Sponsoren

Im Fall der Schule Watt können Sponsoren auf der Crowdfunding-Website wemakeit vier verschiedene Unterstützungsbeiträge auswählen: 12, 21, 33 oder 42 Franken können investiert werden. Je nach Höhe des Betrags winkt dem Sponsor eine andere Belohnung. Für 12 Franken erhält er zum Beispiel ein digitales Bild vom endgültigen Kunstwerk zugeschickt. Wer 42 Franken in die Hand nimmt, wird zum Abschlussapéro der Projektwoche eingeladen, bei dem alle Schülerarbeiten präsentiert werden.

«Die Mauer gehört zwar zur Schule, ist jedoch nach aussen hin sichtbar», sagt Minder. Die Neugestaltung diene daher auch der Öffentlichkeit. Bis anhin haben zwölf Personen auf wemakeit einen Spendenbeitrag geleistet. Mehr als die Hälfte der Kosten sind allerdings noch ausstehend.

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