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Der Jugend Gehör verschaffen

Das Jugendparlament des Kantons Zürich wählte am 6. März neue Mitglieder in den Vorstand. Darunter ist auch Daniel Fernandez aus Dägerlen. Der 22-Jährige hat vor, vorhandene Missstände in der Schweiz zu beseitigen.

Der Halbperuaner Daniel Fernandez interessiert sich seit acht Jahren für Politik. Auf eine Partei festlegen will er sich aber nicht – er ist parteilos. (Bild: pd.)

Der Jugend Gehör verschaffen

Das Jugendparlament Kanton Zürich wurde im Januar 2015 von fünf Jugendlichen ins Leben gerufen. Ihr Ziel: junge Menschen für Politik zu motivieren und sie auf den neuesten Stand zu bringen. Seit dem 6. März ist auch Daniel Fernandez aus Dägerlen im Vorstand des Gremiums und für die Betreuung und Neugewinnung der Mitglieder zuständig. Der 22-Jährige möchte der Jugend mehr Gehör verschaffen.

Sind Sie ein politischer Mensch?
Daniel Fernandez: Ja. Die Politik hat ­einen grossen Einfluss auf unser Leben. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, sich dafür zu interessieren.

Was haben Sie bereits bewirkt?
In meinem privaten Umfeld konnte ich einige meiner Freunde davon überzeugen, dass Politik nicht langweilig ist. Zudem habe ich schon viermal an der Jugendsession in Bern teilgenommen. Da hatte ich die Möglichkeit, Politiker kennenzulernen und mit Jugendlichen zu diskutieren.

Was sind Ihre Anliegen, in der Schweiz zu politisieren?
Unsere direkte Demokratie ermöglicht es den Bürgern, an politischen ­Prozessen teilzunehmen. Das erachte ich als grosses Privileg, welches ge-
nutzt werden sollte. Ein anderes Anliegen ist es, vorhandene Missstände in der Schweiz zu beseitigen.

Auf welche Probleme spielen Sie an?
Auf Missbräuche und Ungerechtigkeiten im Sozialstaat, Problematiken im Asylwesen und unser lockeres Rechtssystem sowie der ungewissen Zukunft der AHV.

Am 6. März wurden Sie in den neuen Vorstand des Jugendparlaments gewählt. Was war Ihre Motivation, sich zur Verfügung zu stellen?
Für politisch interessierte Jugendliche sollte es eine Organisation geben, in der sie sich aktiv beteiligen und austauschen können. Deshalb möchte ich mit meinen Vorstandskollegen ein attraktives Jugendparlament auf die Beine stellen. Ich will der Jugend in Zürich mehr Gehör verschaffen.

Was meinen Sie mit möglichst attraktiv?
Das Programm für unsere Mitglieder soll lehrreich sein. Mögliche Ideen wären eine Jugendsession, Speed Debating oder Podiumsdiskussionen.

Welche Parteien sind im Vorstand vertreten?
Aktuell sind je ein Mitglied der JEVP, SVP, Juso sowie Parteilose im Vorstand. Ich selbst gehöre zu den Letzteren.
Welche politischen Themen liegen Ihnen am Herzen?
Die Flüchtlings- und Asylpolitik, die AHV, Schweiz – EU, Frankenstärke sowie Schwierigkeiten in der Schweizer Wirtschaft.

Welche Ziele hat das Jugendparlament?
Kurz gesagt: Wir bieten Jugendlichen eine Plattform, um politisch aktiv zu sein. Ein ferneres Ziel wäre es, ein kan­tonales Sprachrohr für die Jugend zu werden oder jährlich eine Jugendsession in Zürich durchzuführen.

Wie sieht es mit der Finanzierung des Jugendparlaments aus?
Wir sind noch auf der Suche nach Sponsoren, da uns der Kantonsrat finanziell nicht unterstützt.

Welche politischen Ziele verfolgen Sie?
Zurzeit habe ich kein konkretes Ziel. Es steht aber fest, dass ich mich weiterhin politisch engagieren will.

 

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