Von der Knospe bis zum köstlichen Wein
Das Flachs- und Weinbaumuseum am Wartberg in Neftenbach ist von Rebbergen umgeben. Auch heute produzieren noch einige Winzer ihren Wein dort. Doch der Weg von der Knospe bis zum köstlichen Wein ist lang: Ein Jahr dauert es, bis die Trauben für die Weinherstellung bereit sind – ein Rebjahr.
Vom Rebjahr handelt auch die neue Dauerausstellung des Ortsmuseums. Sie zeigt die monatliche Entwicklung der Reben. Anfangs Jahr müssen sie ruhen und geschnitten werden, Mitte Juni beginnen sie zu blühen und im Oktober können die ersten Trauben geerntet werden.
Mehr Platz als vorher
Bereits die vorherige Dauerausstellung war dem Weinanbau gewidmet. Der Unterschied? «Die neue Ausstellung zeigt einen chronologischen Ablauf des Rebjahres von früher und heute. Vorher war es eher ein Sammelsurium an Werkzeugen und Informationen», erzählt Museumsleiter Nilo Schollenberger. Neu habe es zu jedem Monat eine Tafel, auf der man erfährt, wie sich die Reben zu diesem Zeitpunkt entwickeln und wie man sie pflegen sollte.
Originalwerkzeuge wie die Rebsäge, um die Reben zu schneiden, eine Hacke für die Entfernung von Unkraut oder eine Motorspritze, um die Pflanze vor Krankheiten zu schützen, unterstreichen die Informationen. Auch der Standort der Weinbau-Ausstellung hat sich geändert. Sie ist nicht mehr im Erdgeschoss des Museumsgebäudes Dorftrotte, sondern im Estrich des Nachbargebäudes Stadttrotte. «Nun haben wir mehr Platz», freut sich der Leiter.
Auf die Beine gestellt wurde die Ausstellung von Hanspeter Wehrli, der seit zehn Jahren für das Ressort Weinbau des Museums zuständig ist. Zwei weitere Mitarbeiter griffen dem ehemaligen Winzer unter die Arme.
Neueröffnung am 1. Mai 2016
Die Dauerausstellung sei jedoch noch lange nicht fertig. Es sollen fortlaufend Ausstellungsstücke dazu kommen, ersetzt werden oder völlig neue Aspekte einfliessen. «Das ist ein dauerhafter Prozess», verrät Nilo Schollenberger.
Vorerst bereitet sich das Museum aber auf die Eröffnung am 1. Mai 2016 vor. «Eine Festwirtschaft und Musik sollen möglichst viele Besucher anlocken.»