Marlon Roudette bringt Glamour nach Greifensee
Herrliches Spätsommerwetter, entspannte Atmosphäre und viel Soul am gestrigen Eröffnungsabend des Open Air Greifensee. Das malerische Festivalgelände direkt am See war voll mit Zuschauern und auf der Bühne traten nacheinander zwei Männer auf, die trotz unterschiedlicher Herkunft über viele Gemeinsamkeiten verfügen. Sowohl der Schweizer Soulsänger Marc Sway als auch Headliner Marlon Roudette aus England haben ihre Wurzeln in der Soul- und Reggaemusik. Und beide lassen wiederholt die Musik ihrer Herkunftsländer in ihre Show einfliessen. Den Anfang machte Marc Sway, sozusagen der Lokalmatador aus dem nahen Pfaffhausen. Er kam zwischen den souligen Songs seiner aktuellen Platte «Black & White» immer wieder auch auf seine brasilianische Wurzeln zurück, streute ein bisschen Samba ein oder verpasste dem ewigen Bossa Nova-Klassiker «Mais que nada» von Sergio Mendes ein modernes Gewand. Und auch Marlon Roudette, der den Glamour der grossen weiten Popwelt nach Greifensee brachte, erwies mit seinem Spiel an der Steel Pan seiner Herkunft auf der Insel St. Vincent in der Karibik wiederholt die Ehre. Sein aktuelles Album «Electric Soul», dieses muntere Wechselspiel aus Soul, Reggae und Pop, kam beim gut gelaunten Publikum bestens an.
Das Openair Greifensee bleibt seinem Konzept auch in der elften Ausgabe treu. Die bekannten Namen am gestrigen Freitag kosteten Eintritt, der Samstag bleibt gratis. Die Konzerte von heute versprechen einen vielfäl¬tigen Genremix. Zur Auswahl stehen ausschliesslich Schweizer Bands, unter anderen Reggae aus Neuenburg (Junior Tshaka), Rock aus Zug (Delilahs), Electropop aus St. Gallen (Yun) oder Indie-Folk aus Winterthur (Prince Jelleh).
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Montag, 7. September 2015.
