Politik

Illnau-Effretikon rechnet mit Millionen-Minus

Trotz einmalig hohem Ressourcenausgleich von 6 Millionen Franken rechnet die Stadt Illnau-Effretikon 2013 mit einem Aufwandüberschuss von 3 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll aber unverändert bleiben.

Illnau-Effretikon rechnet mit Millionen-Minus

Das Budget 2013 der Stadt Illnau-Effretikon schliesst mit einem Aufwandüberschuss von gut 3 Millionen Franken ab. Wie der Stadtrat in seinem Antrag an den Grossen Gemeinderat schreibt, rechnet die Stadt mit einem Steuerertrag von rund 36,8 Millionen Franken (600’000 Franken mehr als 2012). Damit soll der Steuerfuss bei 115 Prozent belassen werden. Positiv auf das Budget wirkt sich vor allem der Ressourcenausgleich von rund 6 Millionen Franken aus – gut 3,5 Millionen Franken mehr als angenommen. Dieser Mehrertrag werde jedoch durch Mehrausgaben in den Ressorts Schule und Soziales kompensiert. Ausserdem ist im Budget eine 3,5-Millionen-Franken-Einlage in Vorfinanzierungn für die bevorstehende Erweiterung des Schulhauses Hagen enthalten.

Teure Lehrerlöhne und Pflegefinanzierung

Die grössten Posten auf der Aufwandseite sind einerseits die höheren Kosten bei den Löhnen der Volksschullehrer. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um rund 800’000 Franken angesteigen. Andererseits muss die Abteilung Gesundheit wegen steigenden Tarifen und Fällen in der Pflegefinanzierung rund 800’000 Franken mehr aufwenden. Zudem steigen wegen der Zunahme von Sozialhilfefällen die entsprechenden Kosten um rund 500’000 Franken. Auch die Mehrausgaben für die Zusatzleistungen zur AHV/IV sowie die neue Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde schlagen negativ zu Buche.

Bruggwiesen und Eselriet kosten

Die Investitionsrechnung sieht Nettoausgaben im Verwaltungsvermögen von knapp 26,5 Millionen Franken vor. Die grössten Investitionen sind nach wie vor die Sanierung Trakt 1981 des Alterszentrums Bruggwiesen und der Umbau des Sportzentrums.

Die Nettoinvestitionen ohne Spezialfinanzierungen belaufen sich auf 22,5 Millionen Franken. Sie können zu einem Drittel aus selbst erarbeiteten Mitteln finanziert werden. Die restlichen 67 Prozent müssen durch Aufnahme von langfristigem Fremdkapital gedeckt werden.

Das Eigenkapital per 31. Dezember 2013 wird voraussichtlich 38 Millionen Franken betragen.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Mittwoch, 30. Oktober.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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