Mit Kufen auf dem Schwarzeis herumkurven
«Soeben hat die Kantonspolizei den Rietliweiher freigegeben», sagte Ernst Schoch am Donnerstagmittag voller Freude. Er betreibt neben dem Skilift auch den Verpflegungsstand am Weiher. «Wir haben auch wieder eine Abendbeleuchtung eingerichtet», bestätigt Schoch. Das grosse Zelt sei letztes Jahr vom Wind weggeweht worden, aber ein kleines habe er immer noch.
Acht Zentimeter dick ist die Eisschicht auf dem Fischenthaler Weiher und «glasklar». Nach dem Wärmeeinbruch zwischen Weihnacht und Neujahr habe man das Wasser sehen können, erinnert sich Gemeindeschreiber Roger Winter. «Danach wurde es kalt, deshalb konnte der Weiher gut gefrieren». Erst als sich bereits eine tragende Eisschicht gebildet hatte, kam der Schnee. Deshalb ist der Rietliweiher von so genanntem Schwarzeis bedeckt. Damit das Schlittschuhvergnügen auch nach Schneefall gewährleistet ist, hat Schoch eine Putzmaschine organisiert. Ebenfalls Schlittschuhlaufen kann man in Dürnten auf dem Riet im Gebiet Ziel. Früher wurde das Eisfeld vom Eishockeyclub betreut, doch nun hat Otto Hürlimann mit einigen Kollegen eine Interessengemeinschaft gegründet. «Was man hat, das sollte man pflegen», sind die Macher überzeugt.
Wasser aus Feuerwehrschlauch
Wenn zuviel Schnee liege, dann könne das Riet mit Wasser aus einem Bach geflutet werden. Und: «Wenn das Eis holprig ist, dann spritzen wir es mit Wasser aus dem Feuerwehrschlauch ab», führt Hürlimann weiter aus. Damit sich die Dürntner bis spät Abends auf dem Eis vergnügen können, haben die Männer eine neue Beleuchtung mit Flutlicht installiert. Zudem hat Hürlimann mit seinen Kollegen die ehemalige Garderobe abgerissen, das Werkgebäude renoviert und in einem fröhlichen Gelbton neu gestrichen. Die Arbeit machen die Männer gratis, für die Material- und Stromkosten ist die Gemeinde aufgekommen. «Nun hoffen wir auf einen kalten Winter», sagt Hürlimann.
Bei den zuständigen Gemeinden für den Pfäffiker-, Greifen- und Lützelsee hiess es unisono: «Nein, auf unserem See kann noch nicht Schlittschuh gelaufen werden». Wenn es schneie, dann bilde sich so genanntes Matscheis, erklärt Peter Lorenz, Strassenmeister in Hombrechtikon. Dieses müsse 30 Zentimeter dick werden, um tragfähig zu sein. «Die Eismasse auf dem Lützelsee ist zurzeit etwa fünf Zentimeter dick», so Lorenz. Problematisch sei auch, dass der November und Dezember warm waren und das Wasser nicht herunter kühlen konnte. Dieser Umstand erschwere, dass das Wasser gefriert. Ebenfalls hinderlich ist die auf dem See liegende Schneeschicht, weil sie isolierend wirkt. «Dadurch wird fast kein neues Eis gebildet», erklärt Lorenz. Ganz anders sieht das beim so genannten Klareis aus: «Der Eiszuwachs beträgt zwischen zwei und vier Zentimeter pro Tag.» Lorenz rechnet je nach Wetterlage frühestens im Februar mit einem gefrorenen Lützelsee.
Zu wenig Eis für Braui und Hüsliriet
Auch der Brauiweiher in Weisslingen ist mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. «Das Eis konnte durch den vielen Schneefall nicht schön gefrieren», sagt Klärwärter Werner Aeschimann. Er bezeichnet das Eis als «milchig» und auch er betont, es sei viel brüchiger als das so genannte Schwarzeis.
Zu dünn ist auch das Eis im Hüsliriet in Bubikon. «Anfang Woche hofften wir noch, am kommenden Wochenende auf dem Hüsliriet Schlittschuhlaufen zu können», sagt Werner Keller, Tiefbausekretär. Die Eisschicht sei nun aber lediglich vier bis fünf Zentimeter dick, deshalb bleibe das Hüsliriet gesperrt.