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Pfäffikon ehrt eine engagierte Frau und einen Frauenförderer

Zwei altgediente Pfäffiker erhalten am Neujahrspéro den Gesellschaftspreis.

Gemeindepräsident Marco Hirzel (rechts) und Gemeinderat Lukas Weiss (links) mit den Preisträgern Theo Widmer und Irma Meier.

Foto: Max Kern

Pfäffikon ehrt eine engagierte Frau und einen Frauenförderer

Neujahrsapéro im Chesselhuus

Zwei altgediente Pfäffiker erhalten am Neujahrspéro den Gesellschaftspreis: Eine 90-jährige Frau und ein Frauenförderer im Fussball.

Max Kern

Gegen 200 Pfäffiker fanden am Sonntagmorgen bei nur fünf Grad Celsius und Nieselregen den Weg ins Chesselhuus. In den beiden letzten Jahren musste der beliebte Neujahresapéro pandemiebedingt abgesagt. Jetzt konnte ohne Masken mit Champagner, Mineral oder Orangensaft auf ein «Guets Nöis» angestossen werden.

Gemeinde-Präsident Marco Hirzel (SVP) kam in seiner Neujahrsansprache nicht darum herum, die letzten Krisenjahre nochmals zu thematisieren. «Wir erleben den bedrohlichsten Krieg in Europa seit 1945, haben vermutlich die schlimmste Pandemie seit 100 Jahren erlebt, stecken in der schwersten Energiekrise seit den 70er-Jahren und erleben klimatische Herausforderungen.»

Schätzen wir das Glück, dass wir hier leben dürfen, und begegnen wir uns immer mit Respekt

Marco Hirzel (SVP)

Gemeindepräsident von Pfäffikon

Vor allem im letzten Jahr seien historische Krisen zusammengefallen. Der Gemeinde-Präsident: «Die Pandemie und der Flüchtlingsstrom aus dem Kriegsgebiet hat auch die Gemeinde Pfäffikon gefordert. Schule, Verwaltung, Politik und Bevölkerung standen vor Herausforderungen, die sie gemeistert haben, die aber auch Kraft gekostet haben.»

Hirzel erinnerte aber auch daran, dass Mitte November letzten Jahres 351 Stimmberechtigte dem Gemeinderat den Auftrag erteilten, auf der Sophie-Guyer-Wiese einen Generationenpark zu planen. «Schätzen wir das Glück, dass wir hier leben dürfen, und begegnen wir uns immer mit Respekt.»

Auszeichnung für Engagement 

Dann war die Bühne frei für die Cello-Kracher von der Musikschule Zürcher Oberland. Auffällig war: Acht von zehn Musikern waren weiblich. 

Eine Frau stand auch im zweiten Teil des Apéros im Mittelpunkt. Die 90-jährige Irma Meier erhielt aus den Händen von Gemeinderat Lukas Weiss (Grüne) den Pfäffiker Gesellschaftspreis 2023.

Einst entschied sich Irma Meier schon am Grab, ein Kind mit Trisomie 21, das seine Eltern verloren hatte, für ein Jahr bei sich aufzunehmen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden werden konnte. Sie lernte Autofahren, um ihren Sohn, der ebenfalls eine Beeinträchtigung hat, und andere Kinder zur Schule zu fahren.

Meier teilt sich das Preisgeld von 2500 Franken mit Theo Widmer, seit 40 Jahren Juniorenobmann beim FC Pfäffikon. Widmer führte 1986 das Fussballlager ein.

150 Kinder sind jeweils dabei. «Für die Kinder die geilste Woche des Jahres», sagte er. Widmer galt seit je her als Frauenförderer: In seiner Zeit beim FC stieg der Frauenanteil von 0 auf 15 Prozent.

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