Der Stadtpräsident lobt die gelebte Solidarität
Neujahrsempfang in Wetzikon
Am Sonntag hat Wetzikon seinen Neujahrsempfang durchgeführt. Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) fand lobende Worte für die Einwohnenden und forderte sie auf, ihre politischen Rechte zu nutzen.
Schon um elf Uhr, dem offiziellen Start des Neujahrsempfangs der Stadt Wetzikon, war im Pfarreizentrum Heiliggeist in Wetzikon schon fast kein Durchkommen mehr.
Ein friedliches Gedränge herrschte. «Hoi, es guets Neus», war in jeder Ecke des Saales zu hören. Laut gesprochen. Denn auf der Bühne spielt bereits die Harmonie Wetzikon, und die galt es zu übertönen.
«Das sei nun mal so», erklärte ein Mitglied der Harmonie. Und weiter: «Das Repertoire haben wir dem Anlass angepasst. Die Harmonie steht heute nicht im Vordergrund, sondern spielt, wie man so schön sagt, nur die zweite Geige.»
Neujahrsempfang für alle
Die erste Geige spielte das Publikum, das sich zufrieden amüsierte. Einerseits, weil jedermann und jede Frau Bekannte und Freunde traf, um mit ihnen ein paar Worte zu wechseln und mit einem Glas Wein anzustossen. Andererseits um sich am Buffet, das keine Wünsche offenlies, schadlos zu halten.
Ergänzt wurde das ganze durch den offiziellen Teil, sprich die Reden des Stadtpräsidenten Pascal Bassu (SP) und des Parlamentspräsidenten Stefan Burch (EVP).
Burch eröffnete den offiziellen Teil. Seine Lebensdauer als Parlamentspräsident sei begrenzt, erklärte er einleitend. Seine Rede, eine Lobrede auf die Schweizer Demokratie, wäre auch für eine 1. Augustrede geeignet gewesen.









Dann aber folgte eine Einlage, in der zweimal 23 Orts- und Strassennamen zu einer Geschichte zusammengezimmert hatte. Dass seine Rede nicht mit Hinwil, also da wo man «hin will» endete, versteht sich für den Wetziker Parlamentspräsidenten von selbst. Da wollte er offenbar nicht hin, weil Wetzikon «eine wunderbare Stadt» sei.
Solidarität bewährt sich
Stadtpräsident Pascal Bassu wies auf die Probleme hin, die nun wenigstens, und hoffentlich, der Vergangenheit angehören, wie die Covid-Pandemie.
Probleme, die gelöst werden müssten, gäbe es nach wie vor genügend. Kriege, und damit Flüchtlinge, die Abhängigkeit von fossiler Energie, Verkehrsproblemen und anderes mehr. Zu lösen seien diese Herausforderungen nur, wenn sie erkannt würden und man sich solidarisch daran mache, sie zu lösen.
Nutzen Sie Ihr Stimmrecht.
Pascal Bassu (SP)
Stadtpräsident von Wetzikon
Dass sich Solidarität bewähre, habe man bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme aus der Ukraine gesehen. «Ein grosser Teil der Flüchtenden sind privat aufgenommen worden. Das war gelebte Solidarität.»
Er hoffte, dass sich das solidarische Denken und Handeln auch bei der Energiekrise bewähren werde. «Sparen ist in jedem Fall besser als alles andere. Das fängt beim Fliegen an», sagte Bassu. Er rief abschliessend dazu auf, sich zu engagieren und dem politischen System in der Schweiz Sorge zu tragen: «Nutzen Sie Ihr Stimmrecht.»
Anschliessend genossen die Anwesenden das Angebot des kalten Buffets oder holten sich draussen ein Schälchen warme Gerstensuppe. Auf der Bühne sorgten zwei Breakdanceteams der Lordz Dance Academy für Stimmung. Mit entsprechendem Applaus wurden sie verabschiedet.
