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Heavy Load Festival will mehr sein als ein Rock the Ring-Abklatsch

Heavy Load Festival will mehr sein als ein Rock the Ring-Abklatsch

Ersatz Event in Eishalle Wetzikon

Nachdem Konkurs der Rock the Ring AG ist im Eventkalender eine Lücke entstanden. Diese füllt eine Zürcher Veranstaltungsfirma mit dem Heavy Load Festival in der Eishalle Wetzikon.

Bei Rock- und Metalfans war die Enttäuschung über die Oberländer Grenzen hinaus gross. Die Rock the Ring AG musste im Herbst die Insolvenz und damit den Tod des Festivals verkünden.

Einer der beiden Hauptsponsoren, die TCS Training & Events AG, gab kurz darauf bekannt, dass man prüfen will, ob auf dem Betzholz-Areal in Hinwil wieder ein Festival durchgeführt wird.

Dies ist zurzeit nicht der Fall, wie der Direktor Roger Egolf auf Anfrage bestätigt. «Unser Kerngeschäft ist das Fahrtraining und die damit verbundene Verkehrssicherheit.» Hinzu käme, dass viele Transportfirmen ihre Mitarbeiter jeweils am Samstag im Fahrtraining schulen – also zu einem Zeitpunkt, an dem ein Festival zu Unterbrüchen führt. Anfragen von Veranstaltern habe man zwar einige erhalten, doch bis dato keine davon in Betracht gezogen.

Allerdings gibt es einen kleinen Trost – die Zürcher Veranstaltungsfirma Good News Productions AG springt in die entstandene Lücke und will mit dem Heavy Load Festival in Wetzikon Ende Juni für Ersatz sorgen. Der Event findet jedoch nicht unter freiem Himmel und in einer deutlich redimensionierten Form statt.

Ohne Weltstars

«Wir haben als Grossveranstalter stets ein Auge auf neue Eventmöglichkeiten», sagt Stefan Matthey, CEO der Veranstaltungsfirma Good News Productions AG. In der Eishalle Wetzikon organisiert er am selben Juni-Wochenende, an dem in den letzten sieben Jahren jeweils das Rock the Ring Festival stattfand, eine dreitätige Konzertreihe für zirka 5000 Rock- und Metalfans. Zum Vergleich: Die letzte Ausgabe vom Rock the Ring zog 16’000 Besucher an.

Auch was den Bekanntheitsgrad der Acts betrifft, kann das Heavy Load-Line-Up mit Protagonisten wie der Band «Disturbed» aus Chicago dem Rock the Ring nicht das Wasser reichen.

Weltstars wie Alice Cooper, der im vergangenen Sommer auf dem Betzholz-Areal in Hinwil für einen riesigen Ansturm sorgte, sind am Heavy Load Festival nicht mit von der Partie. «Wir wollen keine Kopie vom Rock the Ring sein, sondern möchten eine Nische für eingefleischte Szenekenner bedienen», meint Stefan Matthey.

Ein kalkulierbares Risiko

Als Pluspunkte für die Organisation des Festivals in der Eishalle nennt Matthey zwei Faktoren: Zum einen die Anschlussmöglichkeiten an den öffentlichen Verkehr beim Bahnhof Wetzikon und die Tatsache, dass die gebuchten Rockbands wie «Disturbed» oder «Meshuggah» im Sommer 2023 durch Europa touren, was die Organisation deutlich erleichtert habe.

Weiter komme dem Festival in der Eishalle zu Gute, dass dem Veranstalter schlechte Witterungsverhältnisse keinen Strich durch die Rechnung machen können und in der Halle die Möglichkeit zur Klimatisierung gegeben ist. «Wenn der Event ein Erfolg wird, können wir uns durchaus vorstellen, das Festival regelmässig zu veranstalten», sagt Matthey.

«Rock-it» bleibt wachsam

Weniger als Konkurrenten, sondern als möglicher Partner, sieht sich die Rock-it Event GmbH. «Wir beobachten natürlich immer, was vor unserer Haustüre passiert», sagt der Rock-it Geschäftsführer Thomas von Allmen, der auf dem Areal bei der Eishalle jeweils das Pub Festival betreibt. Mit der Veranstaltungsfirma Good News Productions AG hat er schon oft zusammengearbeitet. Betreffend dem Heavy Load Festival sei man allerdings noch nicht zusammengekommen.

«Wir versuchen, unseren Catering-Betrieb ständig auszubauen, weshalb eine Annäherung durchaus vorstellbar ist», sagt von Allmen. Als einen Konkurrenten betrachte er die Veranstaltungsfirma aus Zürich nicht, da die Rock-it Event GmbH keine Konzerte veranstaltet. «Das Areal mit seinem zentralen Standort ist im Frühling und Frühsommer für viele Veranstalter interessant, da das Eisfeld in der grossen Halle nicht betrieben wird.»

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