Miis Zürcher Oberland (NICHT benutzen)

20 Jahre Voland

Die Traditions-Konditorei Voland im Zürcher Oberland feiert Jubiläum. Vor 20 Jahren übernahm Geschäftsführer René Schweizer die Konditorei, damals noch im Mutterhaus in Bauma, wo auch heute noch eine Voland-Filiale ihren Sitz hat. Heute führt Schweizer den Betrieb mit neun Filialen und 140 Mitarbeitenden.

René Schweizer in seinem Laden in Steg.

Foto: PD

20 Jahre Voland

Mit viel Stolz wird die Tradition des Baumerfladens mit dem geheimen Rezept fortgesetzt. Dieses wurde 2001 vom Vorgänger Siegfried Voland übernommen. So wird der Teig des Fladens von Schweizer selbst hergestellt. Denn nur er kennt die Teigrezeptur, nach dem der einzigartige Baumerfladen hergestellt wird. Seit 118 Jahren wird das Geheimnis wohlbehütet und jeweils nur an eine Person weitergegeben. 

Das traditionelle Rezept des Baumerfladens geht auf den Bäckermeister Rudolf Bär zurück. Hätte sich Bär nicht in Bauma niedergelassen, so würde es den Baumerfladen – offiziell heisst das Gebäck übrigens Baumer Lebkuchen – in seiner heutigen Form wohl gar nicht geben. Bär war allerdings kein waschechter Tösstaler. Im Jahr 1902 siedelte er der Überlieferung nach, aus dem Appenzellerland nach Bauma über und brachte gleich noch ein innovatives Rezept mit. Während in seiner Heimat die Appenzeller Biberli mit einer süssen Mandelfüllung versehen wurden, hatte sich Bär etwas ganz Spezielles überlegt, um sich von seinen Berufskollegen abzuheben. Er kombinierte den traditionellen Lebkuchenteig mit einer feinen Haselnussfüllung. Diese ist zwar etwas weniger süss, hat aber dafür einen vollen und nussigen Geschmack. 

Die Verbindung von Tradition und Innovation war Rudolf Bär wichtig. Und auch heute setzt die Konditorei Voland auf diese Werte. Den traditionellen Baumerfladen gibt es inzwischen in vielen Formen. Ob Herzen, Kühe oder sonstige Figuren, der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Natürlich dürfen auch farbenfrohe und individuelle Verzierungen nicht fehlen.

Doch bei aller Innovation hat René Schweizer die ursprüngliche Herkunft des Baumerfladens nicht vergessen. Das Appenzellerland ist bei uns auch heute noch präsent. Wer die Verpackungen, die hölzernen Servierbrettchen im Café oder auch die Schaufenster etwas genauer betrachtet, erkennt dort nicht nur den Bachtelturm oder die Dampfbahn Hinwil-Bauma, sondern auch den typischen Stil der Appenzeller Scherenschnitte. So steht in der Konditorei Voland also nicht nur der Baumerfladen für ein bisschen Appenzell im Tösstal.

Die Konditorei Voland bedankt sich herzlich für die Kundentreue und das Vertrauen in diesen 20 Jahren. Während einem halben Jahr wurden diverse tolle Aktionen für die Kundschaft geplant. Diese waren bereits Mitte Juli in den Briefkästen. Im August gab es die leckeren Schweizer-Brötli und Glacekübeli in diversen Sorten, als Nimm-drei-für-zwei-Angebote. Im September geht es weiter mit den Jubiläums-Törtli. Man darf sich also überraschen lassen.

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.