Das ungeschriebene ÖV-Gesetz
No öppis
Um unangenehme Situationen im Zug oder Bus zu vermeiden, müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Unser Redaktor Jan Gubser erklärt die wichtigsten Grundsätze.
Ich gebe es zu: Zug oder Bus fahren bedeutet für mich mehr Stress als Entspannung. Das Gedränge, die rücksichtslosen lauten Fahrgäste am Telefon und die angetrunkenen Jugendlichen, die ihren Anstand bereits mit dem ersten Schluck Bier verloren haben. Im ÖV lauern überall unangenehme Momente.
Doch es gibt da noch eine Sache, die mir besonders auf den Keks geht. Und das Paradebeispiel hierfür habe ich vor gar nicht allzu langer Zeit exakt so erlebt:
Da steige ich am Hauptbahnhof in Zürich in die S3 ein. Wie sonst auch entscheide ich mich für den oberen Stock. Im Gang schlendere ich bis nach hinten zur Trennscheibe, die die 2. von der 1. Klasse trennt. Zu meinem Glück ist die gesamte Holzklasse leer, keine Menschenseele ausser mir – eine Traumvorstellung, die plötzlich real wurde. Also setze ich mich auf den letzten Platz in der Ecke mit Blick zum Gang. So weit, so gut.

