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Offene Schubladen – auch für den Tod

Wir sollten das Sterben nicht in eine Schublade stopfen, in die wir nicht hineinsehen möchten. Eveline Rüegg weiss, wieso.

Das Sterben sollten wir nicht in eine Schublade stopfen. (Symbolbild)

Fotos: Unsplash/Annabarbara Kiliani

Offene Schubladen – auch für den Tod

Truur-Eggä

Jahreswechsel, neue Pläne. Aber was, wenn das Leben andere schreibt? Trauerbegleiterin Eveline Rüegg weiss Rat.

Eveline Rüegg

Der Jahreswechsel steht kurz bevor. Wir räumen auf, planen Ferien und Geburtstage und freuen uns auf zwölf neue Monate. Bei aller Planung geht oft vergessen, dass das Leben nicht planbar ist.

Niemand weiss, ob er in den kommenden Monaten, Wochen, Tagen oder Stunden mit einem Todesfall konfrontiert wird. Natürlich können und sollen wir unser Leben nicht danach richten und uns permanent mit dem Tod oder gar der Angst davor befassen.

Ich glaube aber, dass es wichtig ist, dass wir das Sterben nicht aus unserem Bewusstsein verbannen. Wir sollten es nicht in eine Schublade stopfen, in die wir nicht hineinsehen möchten.

Dabei geht es nicht um das Sterben selbst. Vielmehr geht es um das Leben, um die Dankbarkeit dafür und um das Bewusstsein, dass es nicht selbstverständlich ist. So kann uns die Erfahrung der Endlichkeit nicht die verschlossene Schublade um die Ohren knallen.

Prost – auf ein gesundes, glückliches 2025 voller Leben, Dankbarkeit und geöffneter Schubladen!

Eveline Rüegg ist diplomierte Trauer- und Sterbebegleiterin. Sie betreibt in Rikon ihre Praxis bambälälaa (www.bambälälaa.ch). In ihrer Kolumne «Truur-Eggä» will sie dem Thema Trauer Platz geben. Wer sich direkt mit ihr austauschen möchte, erreicht sie unter Telefon 076 559 96 26.

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