Wie ein harmloser Schmerz zu meiner chronischen Begleiterin wurde
Tösswegs
Es war der Anfang einer Odyssee: Ich erinnere mich noch gut daran, als ich Ende Januar 2016 auf einmal Schmerzen in meinem Handgelenk verspürte. «Das isch nüt Schlimms», dachte ich. Doch auch eine Woche, zwei Wochen, ja einen Monat später tat mir dieses blöde Handgelenk ständig weh.
«Isch wohl Sehnescheide», sagte eine meiner damaligen Uni-Kolleginnen. Freundlich, mitfühlend und mitwissend. Ist ja klar, als Studentin, die oft am Laptop arbeitet, entzündet sich halt das Handgelenk. Verflixte Computerarbeit, aber alles halb so tragisch.
Auch mein damaliger Hausarzt schloss sich ohne grosses Zögern der – offenbar fachkundigen Meinung – meiner Kollegin an. Ich sollte das Handgelenk etwas schonen, eine Schiene tragen, und dann kommt das alles wieder gut.
Nein, tat es nicht. Denn auch vier Wochen später hatte ich immer noch starke Schmerzen. Doch das Mitgefühl vom Anfang war verschwunden: «Du muesch eifach besser schone», sagte besagte Uni-Kollegin. «Händ Sie denn würklich d Schiene treit?», fragte mein Hausarzt.

