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Meinung

Die nachbarschaftliche Extrameile

Standpunkt-Autor Emanuele Omusoru wünscht sich, dass wir unsere Augen für die Sorgen und Probleme anderer öffnen. Für ihn geht es dabei um mehr als ein Prinzip.

Die nachbarschaftliche Extrameile

Standpunkt

Emanuele Omusoru

«Die Gebäudeversicherung war zeitnah vor Ort und hat ein provisorisches Büro eingerichtet.» Etwa so konnte man es in den Medien nach den verheerenden Unwettern im Süden der Schweiz lesen. Tragische Dinge sind passiert, doch die Versicherung war zugleich zur Stelle.

Natürlich hat man auch seinen Nachbarn geholfen und ist zusammen durch das Leid gegangen. Ich frage mich jedoch: Braucht es erst eine Naturkatastrophe, um zusammenstehen zu können? Inwiefern sorgen unsere Ver- und Absicherungen dafür, dass der Individualismus noch mehr unsere Gesellschaft überflutet? Was würde es bringen, dem Einhalt zu gebieten?

Ich sah die verheerenden Bilder in den Medien und war schockiert. Es erinnerte mich an das Unwetter in Zell im Jahr 2022, als es mir auf der offenen Strasse die Feuerwehrstiefel mit Wasser gefüllt hatte und viele Anwohnende einen grossen Schaden erlitten. Auch in den Folgejahren wurde das Tösstal nicht vor Hochwassern verschont.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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