Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Meinung

Im Konzertstress für Taylor Swift

Redaktorin Bettina Schnider hat ein Jahr lang auf das Taylor-Swift-Konzert hingefiebert – und geriet schlussendlich doch noch in Zeitdruck.

Freundschaftsarmbänder gehören zu einem Taylor-Swift-Konzert dazu. So viele hatte ich aber nicht dabei.

Foto: Keystone

Im Konzertstress für Taylor Swift

Tösswegs

Fast ein ganzes Jahr habe ich auf den 9. Juli hingefiebert. Taylor Swift spielt im Letzigrund, und ich habe eines der begehrten Tickets ergattert (für sehr viel Geld, aber darüber spreche ich lieber nicht).

Dann war der grosse Tag auf einmal schneller da als gedacht. Und plötzlich war ich dann im Stress.

Ich habe mir seit letztem Sommer vorgenommen, am Konzert ein glitzerndes Kleid anzuziehen. Nur: Ein solches besitze ich nicht. Obwohl ich klare Vorstellungen hatte, schob ich den Kleiderkauf bis zum Schluss auf.

Es kam, wie es kommen musste. Ich bestellte mehrere Kleider. Entweder passten sie nicht, oder es sah einfach schrecklich aus. Auch in diversen Kleiderläden wurde ich nicht fündig. Genervt gab ich auf. Ich würde dann «schon noch» eine Lösung finden.

«Schon noch», das heisst bei mir: in letzter Minute. Ein pinkes T-Shirt hatte ich schon, und im Brocki fand ich letzten Freitag auch noch den passenden Rock. Kostenpunkt: Fr. 4.90. Die Freude darüber: unbezahlbar. Erstes Problem gelöst.

Ein anderes «Problem» stellte sich dann am Samstag. Viele Taylor-Swift-Fans, die sogenannten Swifties, basteln und knüpfen Freundschaftsarmbänder, die sie dann an den Konzerten tauschen.

Auch ich hatte mir das seit letztem Jahr vorgenommen. Das Problem: Diese Freundschaftsarmbänder entstehen nicht von allein. Dinge hinauszuschieben, die ich nicht tun muss, ist meine Spezialdisziplin. Ohne Druck geht es nicht.

Der Druck war dann am vergangenen Samstag endlich gross genug. Zeit, mir das Material noch online zu bestellen, hatte ich nicht. Ich machte also einen Abstecher in den Bastelladen. Immerhin war ich dort nicht die Einzige, die noch Perlen, Buchstaben und elastischen Faden suchte. Ich war in bester Gesellschaft. Das ist doch tröstlich.

Denn natürlich weiss auch ich, dass Freundschaftsarmbänder oder das Outfit nichts am Konzert – an der Musik und der Performance – ändern. Aber ja, ich wollte auch dazugehören. Schliesslich kommt dieser Moment vielleicht nie wieder. Und immerhin hat das geklappt. Wenn auch unter Druck.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns