Eine duftende Reise zu den Kaffeesorten
Aufgefallen – gedacht
Kolumnist Guy A. Lang lädt seine Leserinnen und Leser auf eine Reise ein, die man mit nur einer Tasse Kaffee absolvieren kann.
Manchmal brauche ich eine Pause, um einen Kaffee zu trinken. In einem dieser Lokale sah ich obige Sortenauswahl und kam ins Träumen.
Waren Sie schon einmal in Malabar? Sollten Sie diese indische Region kennen, werden Sie das Aroma gerösteten und frisch aufgebrühten Kaffees, der die Nase kitzelt, nie vergessen.
Auch das klangvolle Wort Malabar wird Ihnen genüsslich auf der Zunge zergehen. Lassen Sie uns unsere Traumreise also in Kerala beginnen. Leitstern sei das köstliche, dunkle Getränk, das vielen Menschen erst den Start in den Tag ermöglicht.
Über das Arabische Meer segeln wir nach Dschibuti in Äthiopien – auch so ein klingender Name –, dann geht es in die Ahmar-Berge auf 1850 m ü. M. Dort finden wir die viertheiligste Stadt des Islams, Harrar. Hier bestechen die gerösteten Bohnen mit schokoladigen, zitrusartigen Aromen die Sinne. Weiter.
Wie einst Kolumbus gen Westen. Wir landen in Chiapas, Mexiko. Im dortigen Hochland gedeihen besonders die Maragogype-Kaffeebohnen, eine Sorte, die einen milden, säurearmen und deshalb magenschonenden Kaffeeaufguss ergibt.
Schliesslich besuchen wir in Ecuador Vilcabamba, übersetzt «das heilige Tal». Selbstverständlich schlürfen wir dort ebenfalls ein Tässchen köstlichen Kaffees mit einem intensiven, erfrischenden Duft.
Sie denken, dass so eine Reise ausgesprochen schwierig zu organisieren ist? Überhaupt nicht. Schenken Sie sich einen Kaffee ein, schliessen Sie die Augen, und Ihre Phantasie schickt Sie los.
