Fürs 2020 hatte sich das Oberland viel vorgenommen: Wichtige Infrastrukturvorhaben sollten vorangetrieben werden. In Dübendorf hätte der Innovationspark auf dem Flugplatzareal mehr Konturen erhalten sollen. Und mit der Fusion der beiden Spitäler Uster und Wetzikon wäre die Grundlage für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung in der Region geschaffen worden. Wie wir heute wissen, ist es ganz anders gekommen.
In Dübendorf sorgte ein Rekurs dafür, dass der Kanton bei der Entwicklung des Innovationsparkes praktisch zurück auf Feld eins ist. Zwar hat der Kanton den Fall ans Bundesgericht weitergezogen. Doch so viel steht bereits jetzt fest: Das grösste Entwicklungsprojekt der Region, ja des ganzen Kantons wird zeitlich weit zurückgeworfen. Und wo es hin geht, steht aktuell wieder in den Sternen.
Corona hält die Flieger am Boden
Im Herbst dann folgt in Sachen Flugplatzareal gleich der nächste Hammerschlag. So stellt der Bund das Verfahren für die Umnutzung des Militärflugplatzes in ein ziviles Flugfeld ein. Im Unterschied zum Innovationspark ist dieser Entscheid ganz nach dem Gusto der Anrainergemeinden, die für den Flugplatz ihre eigenen Pläne haben. Doch auch hier ist nur eines klar: Alles ist wieder offen.
Auch wenn diese Absage in erster Linie mit dem Park-Planungsstopp zusammenhängt, spielt auch die Corona-Krise hinein. Das Virus, und das zeigt sich auch bei anderen Vorhaben, torpediert viele Pläne. Hier stellt es die Zivilluftfahrt massiv in Frage. In Dübendorf, das während des ersten Lockdown zum Fliegerabstellplatz mutierte, will der Bund nochmals über die Bücher. Für die nächste Zeit dürfte der Bedarf an Flugkapazitäten mit der bestehenden Infrastruktur abgedeckt sein.

