Uster belegt beim Velostadt-Ranking den zweiten Platz
Trotzdem noch Verbesserungspotenzial
Beim national vom Verein Pro Velo Schweiz verliehenen Prix Velo belegt Uster einen Spitzenplatz – zum wiederholten Mal.
Die Stadt Uster hat beim Prix Velo Städte des Vereins Pro Velo Schweiz in der Kategorie der mittelgrossen Städte den zweiten Platz belegt – und das zum sechsten Mal, seit der Preis vergeben wird. Seit der ersten Teilnahme hat sich Usters Bewertung konstant verbessert, wie es seitens der Stadt heisst.
Pro Velo Schweiz hatte im vergangenen Herbst Velofahrende aufgerufen, die Velotauglichkeit ihrer Gemeinde anhand von 32 Aussagen zu beurteilen. Zwischen September und November 2025 beteiligten sich schweizweit über 37'000 Personen an der Online-Befragung, davon 348 aus Uster.
Insgesamt 56 Städte erreichten die erforderliche Mindestzahl an Teilnahmen und kamen in die Rangliste. In der Kategorie der mittelgrossen Städte – mit 30'000 bis 99'999 Einwohnerinnen und Einwohnern – belegt Uster den zweiten Platz von 18, gemeinsam mit Chur. Den ersten Platz sicherte sich die Berner Gemeinde Köniz. Wetzikon belegt in seiner Kategorie den 22. von 32 Plätzen.
Mit einer Durchschnittsnote von 4,1 liegt Uster über dem schweizweiten Mittel von 3,9 und belegt in der Gesamtrangliste aller 56 Städte den achten Platz. Selbst die Gesamtsiegerin Burgdorf erreichte mit 4,4 Punkten die Note «gut» nicht.
Am besten schneidet Uster in der Kategorie «Abstellplätze für Velos» ab, mit der Note 4,4. Die stärkste Verbesserung gegenüber der letzten Befragung 2021 verzeichnet die Kategorie «Stellenwert des Velos» mit einem Plus von 0,5 Punkten – die Befragten schätzen insbesondere den Ausbau von Velowegen und -streifen. Das grösste Verbesserungspotenzial sehen die Teilnehmenden beim «Komfort» (Note 3,6): Sie wünschen sich mehr Überholabstand sowie mehr Rücksichtnahme im Strassenverkehr.
Im Ranking der sechs grossen Städten – Zürich, Winterthur, Bern, Basel, Lausanne und Genf – schneidet Winterthur am besten ab. Zürich liegt auf dem vierten Platz, Genf ist das Schlusslicht.