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Wald hat neuen Juwelier zum Mitmachen

Am 2. September hat das Ehepaar Benedetti aus Wald ihren Juwelier- und Schmuckdesign Laden mitten im Dorfkern eröffnet. Die Experten für Gold und Edelsteine sind beinahe nahtlos auf die Roland Peyer AG gefolgt.

Aurelia und Mario Benedetti betreiben seit kurzem ein Juweliergeschäft im Walder Dorfzentrum., Am ehemaligen Standort der Roland Peyer AG gibt es ein neues Juweliergeschäft., Nebst den unzähligen Werkzeugen vermittelt der neue Juwelier vor allem Nähe und Offenheit.

Bild: Luca Da Rugna

Wald hat neuen Juwelier zum Mitmachen

Seit 1890 befand sich der Rütistrasse 3 in Wald stets ein Juwelier- und Uhrmachergeschäft. Nun hat die Gemeinde ein neues Geschäft mit funkelnden Schätzen – und zwar dank einem zugezogenen Ehepaar.

Aurelia und Mario Benedetti haben mit ihrer Leidenschaft für Edelsteine ernst gemacht. Schon seit vier Jahren gestalten sie Schmuckkollektionen und handeln beruflich mit Edelsteinen.

Die Sachbearbeiterin im Treuhandbereich und der studierte Sozialarbeiter sind beide Quereinsteiger und gehen seit ihrem Umzug von Zürich nach Wald einen Schritt weiter: Sie haben am 2. September einen neuen Juwelierladen im Dorfzentrum eröffnet. Und zwar im ehemaligen und frisch renovierten Ladenlokal der früheren Roland Peyer AG.

Die dritte im Bunde ist die Goldschmiedin Celine Frauenknecht. Sie leitet als Erwachsenenbildnerin die Amateur Goldschmiede Ausbildung an der Migros Klubschule. «Sie ist ein unentbehrlicher Bestandteil in unserem Team», erklärt Aurelia Benedetti.

Verbindung zu Asien

Mario Benedetti hat insgesamt sechs Jahre lang im asiatischen Raum gelebt und kam so in den Kontakt mit Schmuck und Edelsteinen. «All die Edelsteine mit denen wir handeln, beziehen wir direkt von einer Edelsteinschleiferei in Indien, zu der ich seit langer Zeit engen Kontakt pflege.»

«All die Edelsteine mit denen wir handeln, beziehen wir direkt von einer Edelsteinschleiferei in Indien, zu der ich seit langer Zeit engen Kontakt pflege.»
Mario Benedetti, Juwelier aus Wald

Damit verfügen die beiden über eine breite Auswahl von funkelnden Schätzen aus der ganzen Welt, da mittlerweile fast alle Edelsteine in Indien geschliffen werden.

Selbst sind sie keine ausgebildeten Goldschmiede, wobei sie sich aber ständig weiterbilden und fleissig im Handwerk probieren. Zudem designen sie ihre Schmuckstücke selbst und sind dabei, ihren eigenen Stil weiter zu entwickeln.

Nicht nur Vitrinen

Die Benedettis wollen ihren Kundinnen und Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis bieten: «Wir haben ein breites Sortiment an Schmuck. Dementsprechend viel gibt es zu entdecken», sagt Aurelia Benedetti.

Das Preissegment variiere je nach Schmuckstück sehr unterschiedlich. Aber auch unter einem Preis von 100 Franken sei eine Vielzahl von Objekten erschwinglich.

«Unser Laden ist stilvoll eingerichtet und gleichzeitig eine Werkstatt.»
Aurelia Benedetti, Juwelierin aus Wald

«Unser Laden ist stilvoll eingerichtet und gleichzeitig eine Werkstatt.» So erhalte die Kundschaft einen unmittelbaren Einblick ins Kunsthandwerk rund um die Schmuckstücke. Eine kleine Kunstausstellung mit Bildern vom Lokalkünstler Lorenz Bentz bereichere den Laden zusätzlich.

Ein neuer Treffpunkt

«Viele im Dorf fragten immer wieder, wann es losgeht. Glücklicherweise sind wir bereits gut vernetzt», sagt Mario Benedetti. Manche Leute aus dem Dorf hätten ganz spontan mal eine helfende Hand beim Einrichten geboten. «Da wir gleich neben der Golden Bar stationiert sind, waren wir schon oft im Gespräch.»

Auch deshalb möchte das Ehepaar etwas zurückgeben und sich als fester Teil in der Dorfgemeinschaft etablieren. «Wir werden einen Tisch vor dem Laden aufstellen und haben eine Kaffeemaschine installiert, damit das Gefühl von Gemütlichkeit und der rege Austausch besteht», sagt Aurelia Benedetti.

Selber Schmieden

Die Benedettis haben sich für ihren neuen Laden etwas ganz Besonderes überlegt, was sie von anderen Juweliergeschäften abhebt: Bei ihnen kann man aktiv am Goldschmiede Kunsthandwerk teilhaben.

«Bei uns können Ehepaare eigene Ringe schmieden oder in einer Reihe von Kursen das Handwerk von Grund auf lernen und verfeinern», sagt Mario Benedetti. Wer bereits kundig ist, kann im Laden einen Platz mieten und ein eigenes Projekt verfolgen.

«Bei den Kursen hat Celine Frauenknecht mit ihrem Fachwissen natürlich die Leitung inne. Sie ist mit Leib und Seele Goldschmiedin», sagt Aurelia Benedetti. Die Kombination von Juweliergeschäft und Kurszentrum ermögliche es, das Kunsthandwerk in einem inspirierenden Umfeld hautnah zu erlernen.

Ab dem 14. September finden an der Rütistrasse 3 in Wald im ersten Kurs-Modul «Ringe» an vier Abenden zwischen 18.30 und 21 Uhr Goldschmiedekurse statt. Dabei können Teilnehmerinnen und Teilnehmer die grundlegenden Techniken der Goldschmiedekunst erlernen und selbst Ringe schmieden. Ab dem 12. Oktober folgt das Modul «Armbänder» und ab dem 9. November das Modul «Ohrschmuck». Die Kurskosten belaufen sich inklusive des Grundmaterials auf 390 Franken pro Modul. Anmelden können Sie sich hier.

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