Die letzten Jahre hatte Maur nie blasse Gemeindepräsidenten. Sowohl Roland Humm (SVP) als auch sein Vorgänger Bruno Sauter (FDP) waren immer wieder – ob gewollt oder nicht – für Unterhaltung gut. Als Entertainer würden sie aber zweifellos vom St.Moritzer Amtskollegen Christian Jott Jenny in den Schatten gestellt.
«Weder in St. Moritz noch in Maur gibt es eine vernünftige Talabfahrt.»
Der Zürcher hat Anfang Jahr als Sprengkandidat den amtierenden Gemeindepräsidenten von St. Moritz aus dem Amt gedrängt. Der Tenor und Schauspieler Jenny will das kulturelle Leben im Luxus-Skiort ankurbeln und spielt der Gemeindeverwaltung auch mal ein Ständchen. Bei seinem Auftritt in Maur wird Jenny eine Mischung aus Komik und internationalem Liedgut präsentieren.
Christian Jott Jenny, St. Moritz ist «touristisch am Arsch», haben Sie mal gesagt. Geben Sie es zu, Sie wollen sich in Maur Anschauungsunterricht in Sachen Tourismus holen.
Christian Jott Jenny: Sie haben mich durchschaut. Ich habe mich mit dem Kurdirektor Maur und dem Tourismusverband Dübendorf-Maur-Egg ausgetauscht. Allerdings kämpfen wir mit ähnlichen Problemen: Weder in St. Moritz noch in Maur gibt es eine vernünftige Talabfahrt.

