Ustermer Feuerwehr ist in Feldschlösschen-Werbung zu sehen
Das wollte die Feuerwehr Uster auf alle Fälle vermeiden: als Bier trinkende Feuerwehrleute ins Fernsehen kommen. Martin Hürlimann, Leiter Ausbildungszentrum bei der Feuerwehr Uster sagt: «Das ist ein veraltetes Klischee. Erst den Brand löschen und tags darauf den eigenen Brand löschen.» Als sie von einer Werbeagentur kontaktiert wurden, um bei einem Spot von Feldschlösschen mitzumachen, seien sie erst skeptisch gewesen. «Wir haben deshalb die Bedingung gestellt, dass unsere Feuerwehrleute nicht mit einem Bier in der Hand im Werbespot erscheinen – selbst wenn es nur alkoholfreies Bier ist», sagt Hürlimann. Das sei auch respektiert worden.
(Video: PD)
Gedreht wurde dann im vergangenen Sommer eine Szene, in der zwei Ustermer Feuerwehrleute einem Kollegen aus einem brennenden Gebäude helfen. Vier Kollegen kümmern sich derweilen um den Brand . Nebst der Feuerwehr Uster kommen noch andere Vereine in der Werbung vor.
«Unsere ausgebreiteten Wasserschläuche waren ihm zu sauber, also mussten wir dreckige besorgen.»
Martin Hürlimann, Leiter Ausbildungszentrum Feuerwehr Uster
Esin Celiksüngü von der Feldschlösschen Unternehmenskommunikation sagt, dass der TV-Spot Teil ihrer neuen Kampagne sei. Ab dem 4. März ist er in den Schweizer Stuben sowie im Kino zu sehen. Den Entscheid die Feuerwehr Uster mit einzubeziehen war, dass wir keine Schauspieler wollten, sondern «echte Menschen». Zudem habe auch die gute Kulisse in Riedikon wunderbar zum Dreh gepasst.
Nur mit dreckigen Wasserschläuchen
Drehort war nämlich der Übungsplatz der Feuerwehr in Riedikon. Martin Hürlimann sagt, dass auch schon andere Filmcrews die eigens zu Übungszwecken erstellten Betonhäuser für ihre Stunts nutzten. Dennoch war er beeindruckt vom Umfang der Ausrüstung, die das Filmteam anschleppte. Auch die Detailversessenheit des Regisseurs faszinierte ihn: «Unsere ausgebreiteten Wasserschläuche waren ihm zu sauber, also mussten wir dreckige besorgen.» Gerne hätte der Regisseur zudem ein rotes Feuerwehrauto für den Dreh gehabt. Doch jenes in Uster ist wie im Kanton üblich grün.
Zu viel Rauch
«Auch der künstliche Rauch war dem Regisseur anfangs zu wenig realistisch. Er wollte mehr. Als ich dann aber unsere Rauchmaschine in Betrieb setzte, die wir für unser Training benötigen, war es ihm zu viel Rauch», sagt Hürlimann und lacht. Die sieben eingesetzten Laienschauspieler von der Feuerwehr hätten aber ihren Spass gehabt, auch wenn die Szene viele Male wiederholt werden musste. «Insgesamt war das Filmteam während fünf Stunden in Riedikon bei der Arbeit.» Wäre in der Zeit ein Feueralarm ausgebrochen, hätte das Team das Feuerwehrauto allerdings sofort für den Einsatz von den Filmaufnahmen abziehen müssen.
Im Videointerview beantwortet Julia von der Feuerwehr Uster Fragen des Feldschlösschen-Mitarbeiters
(Video: PD)
