Vervollständigter «Unsinn»
von Walter Hiestand, Uster
Kaum ist die Kreuzstrasse von der Wermatswiler- bis zur Bahnstrasse saniert, werden im Bereich Wermatswilerstrasse bis Feldhofstrasse zwei Streifen von drei beziehungsweise fünf Metern Länge über die ganze Strasse inklusive Trottoir in einem mehrtägigen Aufwand wieder geöffnet, und der neue Belag wird entsorgt. Im Bereich Feldhofstrasse bis Bahnstrasse geschieht dasselbe mit fünf Streifen à drei Meter.
Anstelle des Belags werden nun geschliffene Pflastersteine eingebaut, und dies in der 30er-Zone. Auf meine Fragen bei der Stadt erhalte ich zur Auskunft, dass dies aus ästhetischen Gründen erfolge. Da frage ich mich: Geht man so mit Steuergeldern um?
Müssen Velofahrer und gehbehinderte Personen, vor allem im Winter, unnötigen Gefahren (Glatteis) ausgesetzt werden? Auch wenn diese Steine geschliffen sind, führt dies zu unnötigem Lärm in einem Wohngebiet. Ist das erwünscht? Dürfen solche bauliche Massnahmen unweigerlich zu wiederkehrenden Kosten führen?
Um den «Unsinn» zu vervollständigen, wurde im «steilen» Strassenstück (zwischen Wermatswilerstrasse und Feldhofstrasse) noch ein Beleuchtungskandelaber in die Wasserrinne «gepflanzt».
Es wird vermutlich nicht lange dauern, bis beim Kreuzen zweier Fahrzeuge der Kandelaber und ein Auto beschädigt werden. Sollte dies nicht geschehen, muss spätestens bei der nächsten Schneeräumung damit gerechnet werden.
Was haben die Fachleute, Berater und die Stadtverwaltung bei diesem Vorhaben nur studiert? Ich hoffe sehr, dass künftige Strassensanierungen nicht das gleiche Schicksal erleiden.