Nein zur Verlegung der Altstoff-Hauptsammelstelle
Leserbrief
Am 18. Mai wird in Uster über den Projektierungskredit von 600’000 Franken für eine neue Hauptsammelstelle in der Loren abgestimmt. Die neue Sammelstelle käme an den westlichsten Siedlungsrand von Uster und ganz nahe zum national geschützten Moorgebiet Glatten-/Werriker-/ Brandschänkiriet zu liegen. Die Anlage selbst würde gegen 10 Millionen Franken oder mehr kosten.
Verlegung nicht plausibel
Die Stadt Uster rechtfertigt die Verlegung einzig mit dem Argument, Uster wachse und damit auch der Altstoffberg. Und schliesslich habe der Stadtrat am 8. Juli 2014 (!), beschlossen, die Hauptsammelstelle in die Loren zu verlegen. In diesem Stadtratsbeschluss steht aber genau das Gegenteil: «Das Grundstück F 1585 in der Loren kommt aus Sicht des Stadtrats als Standort für die neue Hauptsammelstelle nach einer ersten Einschätzung nicht prioritär infrage.»
Hinzu kommt, dass mit der Einrichtung der zahlreichen Quartiersammelstellen der Bedarf für eine grössere Hauptsammelstelle nicht mehr gegeben ist. Geradezu grotesk ist, dass die neue Sammelstelle sogar kleiner würde als die heutige an der Dammstrasse.
Auf dem Grundstück in der Loren von 2700 Quadratmetern würden nämlich nur gerade 13 Prozent der Fläche, also 360 Quadratmeter, für die Sammelstelle verbleiben. Der ganze Rest der Fläche würde für neue Parkplätze, neue Manövrierflächen der Lastwagen und die sogenannten «Integrationsangebote» benötigt.
Alles ist vorhanden
Die heutige Sammelstelle Dammstrasse umfasst eine Fläche von 455 Quadratmetern. Bei der heutigen, zentral gelegenen Sammelstelle an der Dammstrasse ist alles vorhanden: genügend Parkplätze, genügend grosse Flächen für die Container, eine Lkw-Zu- und -Wegfahrt, und auch ein SBB-Gleisanschluss. Damit können die Altstoff-Container mit der Bahn transportiert werden.
Zudem befindet sich direkt neben der heutigen Sammelstelle Dammstrasse ein völlig unternutzter Lagerplatz der Energie Uster AG. Dieser Platz wird nur von einigen Kabelrollen und sonstigen Kleingerätschaften benutzt. Die Fläche beträgt 684 Quadratmeter und ist etwa anderthalbmal so gross wie die heutige Sammelstelle (455 Quadratmeter).
Der Stadtrat als Alleinaktionär der Energie Uster AG könnte vielleicht einmal mit «seiner» AG sprechen, um diesen Platz oder einen Teil davon für die Erweiterung der jetzigen Sammelstelle benützen zu dürfen. Das wäre für die Ustermer Steuerzahler die günstigste Lösung und erst noch der beste Standort mitten in Uster.