Gesunder Menschenverstand ist gefragt
Leserbrief
Nun soll also «Uster on Ice» einfach sang- und klanglos vom Veranstaltungskalender in Uster verschwinden? Letztes Jahr haben rund 30 000 Personen das Winterwonderland besucht und dieses tolle Spektakel genossen. Und nun soll also diesem höchst beliebten Anlass, dessen Strahlkraft weit über unsere Stadtgrenzen hinausragte, wegen eines unsinnigen Gesetzes der Garaus gemacht werden. Was wohl macht den Unterschied, ob ein Provisorium zwei oder drei Monate betrieben wird?
Sicherheitsbedenken, Gleichbehandlung usw. können als Begründung kaum ins Feld geführt werden. «Macht des Faktischen» nennt unsere Stadtpräsidentin diesen Entscheid. Fakt ist aber bestimmt auch, dass dieses Gesetz nicht erlassen wurde, um Publikumsanlässe dieser Grösse und Bedeutung damit zu verhindern. Möglicherweise handelt es sich hier auch nicht um ein Gesetz, sondern lediglich um eine Verordnung, sprich Auslegung des Gesetzes durch die Verwaltung (deshalb wäre es viel besser, wenn wir künftig nicht über Gesetze, sondern über die Verordnungen abstimmen könnten).
Mit gesundem Menschenverstand und einer Prise Toleranz ist hier sicher eine einvernehmliche Lösung zu finden. Falls nicht, ist dieses Trauerspiel ein gutes Beispiel, wie man einer Gruppe kreativer Menschen den Schneid abkauft. Das wäre wahrlich ein Desaster.
