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Nein zur falschen und überflüssigen Biodiversitätsinitiative

Für den Leserbriefschreiber ist die Biodiversitätsinitiative völlig überflüssig.

Foto: Noah Salvetti

Nein zur falschen und überflüssigen Biodiversitätsinitiative

Leserbrief

Markus Wäfler

Steinmaur

Die Biodiversitätsinitiative trägt einen falschen Namen. Er suggeriert, dass es primär um den Artenschutz gehe. Aber ­erstens geht es unserer Artenvielfalt eindeutig besser, als die Ini­tianten behaupten, auch wenn dies nicht den Wünschen von Grünen, Greenpeace, WWF & Co. entspricht. Zweitens ist sie völlig überflüssig. Die geltenden Natur- und Umweltschutzbestimmungen ermög­lichen einen genügenden Schutz von Natur, Fauna und Flora.

Alle allfällig notwendigen Natur- und Artenschutzmassnahmen können bei Bedarf auf den bestehenden Rechtsgrundlagen realisiert werden (siehe zum Beispiel BV Art. 73 ff.). Es gibt auch genügend ökologische Ausgleichs- und Schutzflächen. Deren Wirkung kann mit einer effizien­teren Bewirtschaftung erhöht werden. Neue Forderungen für zusätzliche Ökoflächen zu Lasten der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind inakzeptabel.

Der Vergleich des Initiativkomitees in seiner Pro-Argumentation «Seit 1900 gingen 7594 km² an artenreichen Lebensräumen wie Trockenwiesen, Auen und Mooren verloren» ist nicht stichhaltig, weil in diesem Zeitraum die Schweizer Bevölkerung von zirka 3,5 Millionen auf rund 9 Millionen Personen angewachsen ist und entsprechend mehr Wohn-, Verkehrs- und öffentliche Flächen beansprucht. Bedenklich ist diese Initiative zudem, weil sie den Interessen von Heimat-, Denkmal- und Landschaftsschutz quasi einen Blankoscheck gibt, um nach Belieben noch mehr in die Eigentumsrechte der Bürger hineinzupfuschen.

Das ist ein No-Go. Bereits heute führen sich deren Vertreter auf, wie wenn die Schweiz ihnen gehören würde. Ein Tipp: Eine Beschränkung der Zuwanderung hätte eine positive Wirkung auf Natur- und Heimatschutz. Zwischen 2007 und 2022 hatte die Schweiz einen Einwanderungssaldo von durchschnittlich mehr als 71’964 Personen pro Jahr, was der Einwohnerzahl von St. ​Gallen entspricht. Es braucht also ein Nein zur falschen und überflüssigen Bio­diversitätsinitiative.

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