Die Badi Pfäffikon im Spannungsfeld von Bedürfnissen
Leserbrief
Im Zusammenhang mit der lancierten Petition zitiere ich die bekannte Weisheit: «Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.» Gerade in öffentlichen Schwimmbädern prallen diverse Faktoren aufeinander, die nur schwer auf einen Nenner zu bringen sind. Es sind dies: Kundenbedürfnisse, Personalmangel (eines der akuten Kernprobleme), Kostenwahrheit, die betrieblichen Abläufe, Flexibilität, Sicherheit und Sauberkeit und zum Schluss die Freundlichkeit des Personals gegenüber den Kundinnen und Kunden der Badi.
Einige Besucher erliegen dem Zeitgeist, der beinhaltet: «alles haben und dafür wenig oder gar nichts bezahlen». Und wie verhält es sich mit dem Anstand dem Personal gegenüber? Dieses muss sich einiges gefallen lassen, wie ich informiert bin. Wir können hier auch von einem eigentlichen Spannungsfeld sprechen. Wo sind die Prioritäten, die Kontroversen, wo sind die Grenzen? Haben die Petentinnen und Petenten an die vielen Annehmlichkeiten und das vielfältige, grosse Angebot in unserer Badi gedacht? Alles zu haben für 9 beziehungsweise 6 Franken (für Kinder) bei der Tageskarte oder 80 beziehungsweise 100 Franken (für Auswärtige) im Jahresabo. Wurde die Badi-Leitung kontaktiert, bevor die Petition gestartet wurde?
Viele Äusserungen der Petentinnen und Petenten lassen darauf schliessen, dass dies nicht der Fall war. Ja richtig, zum Teil ist die Infrastruktur in die Jahre gekommen. Zum Beispiel das verwinkelte Restaurant, das kundenfreundlichere Abläufe nicht zulässt, der zu kleine Veloparkplatz, die ungenügende Beleuchtung in den Garderoben. Ich habe mich bei den zuständigen Stellen erkundigt und weiss nun, dass man sich damit befasst, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten mit dem Ziel, der Badi einen Refresher zu verpassen und Verbesserungen herbeizuführen. Dies dort, wo es möglich ist.
Der Platz unserer schönen Badi ist beschränkt, die Nutzung ist an vielen Tagen ans Limit gekommen. Auch bei einer Reorganisation ist zu beachten, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Ich wünsche allen Beteiligten von Herzen ausreichend Geduld, Verständnis und eine glückliche Hand bei der Realisierung der nötigen Anpassungen und Verbesserungen in der Badi Pfäffikon.
Dieser Leserbrief bezieht sich auf den Beitrag «Badi Pfäffikon soll wieder länger öffnen und billiger werden» vom 29. Juli.
