Kultur

Drei Abende geprägt von Rhythmen und Melodien

An den Dübendorfer Jazztagen bekam das Publikum ein breites musikalisches Spektrum und brillante Musiker zu hören – und machte darüber hinaus Bekanntschaft mit einigen sehr exotischen Instrumenten.

Drei Abende geprägt von Rhythmen und Melodien

Jazztage in Dübendorf

An den Dübendorfer Jazztagen bekam das Publikum ein breites musikalisches Spektrum und brillante Musiker zu hören – und machte darüber hinaus Bekanntschaft mit einigen sehr exotischen Instrumenten.

Unter dem Motto «Takt und Rhythmus» fanden letzte Woche von Donnerstag bis Samstag in der Oberen Mühle die Jazztage Dübendorf statt. Es war die 15. Ausgabe. Und es ging dem Motto entsprechend an drei Abenden Schlag auf Schlag.

Der Donnerstagabend war noch eher fein gesponnen mit der Sängerin Esther Keller und der Multi-Instrumentalistin Izabella Effenberg. Am Freitagabend dann ein erster Höhepunkt mit dem Duo Lucas Niggli am Schlagzeug und Matthias Loibner mit seiner Drehleier. Ein Instrument, das nach Loibners Aussage wahrscheinlich von einem anderen Planeten stammen muss.

Das 40-Minuten-Stück

Die Drehleier zu beschreiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Tonvielfalt, die der Musiker seinem Instrument entlockte, ebenfalls. Loibner und Niggli spielten ein einziges Stück. Dauer: 40 Minuten. Und dann noch eine ganz kurze Zugabe.

Abgelöst auf der Bühne wurden die beiden durch die fünf Musiker der Baschnagel Group. Geboten wurde dichter Jazz, bereichert mit elektronischen Einlagen. Alles sehr fliessend und gefällig und manchmal auch etwa sphärisch. Oft geprägt von René Moseles Bläsereinsätzen.

Für den Schlussabend waren schon im Vorverkauf alle Tickets weg. Als erste Gruppe nahmen Omri Hasons Modus in the Sky die Bühne in Beschlag und begeisterten das Publikum mit berührenden Melodien, die oft geprägt waren von armenischen Volksliedern, vorgetragen von der Sängerin Houry Dora Apartian. Mit Perkussion, Bass, Harfe und Gesang wurde ein breites, sehr rhythmisches  Spektrum von Melodien präsentiert, welches pure Lebensfreude verbreitete.

Instrument mit 22 Saiten

Zum Abschluss der Jazztage trat die Sadio Cissokho Band auf. Cissokho sorgte mit seiner mit 22 Saiten bespannten Kora für ausgelassene Stimmung und eine Vielfalt an Themen und Melodien, die ihresgleichen suchten.

Der mitreissende Rhythmus begeisterte das Publikum ebenso wie die Soli des Saxofonisten, des Schlagzeugers und des Perkussionisten, des Pianisten und des Bassisten. Die Band überzeugte mit Kompaktheit, Spielfreude und Ideenreichtum. Das Publikum war begeistert.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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