Diese Autorin aus Bäretswil macht Schatten zu Geschichten
Vom Bauernhof zur Buchautorin
Barbara Walder veröffentlichte im vergangenen Herbst ihren Roman «Unter der Haut ein Berg». Der Weg der einstigen Bäuerin überraschte viele in ihrem Umfeld – auch sie selbst.
«Ich dachte 100-mal: Nein, das wird nichts.» Barbara Walder schmunzelt und nimmt einen Schluck des dampfenden Tees. Ihre Brillengläser beschlagen, das Gemurmel der anderen Gäste verschwimmt im Raum des Cafés, wo dieses Gespräch stattfindet. «Mir gefällt der Aufbruch ins Unbekannte, eine Geschichte erfinden ist immer auch ein Abenteuer.»
Das Buch «Unter der Haut ein Berg», das im September 2025 erschien, ist nun bereits das zweite aus Barbara Walders Hand. Zuvor veröffentlichte sie das Langgedicht «Und die Füsse weit unten». In ihrem neuen Werk verwebt sie eigene Erlebnisse mit Fiktion. «Ich hatte Skrupel, mich selbst zum Thema zu machen. Ich wollte nicht einfach einen Bericht über mein Leben schreiben», sagt die Bäretswilerin.
Sie schreibt über Suizid und Missbrauch – Themen, die unter die Haut gehen. «Es gab immer einen Elefanten im Raum meiner Gedanken», erklärt sie. «Ich bin nicht daran vorbeigekommen.» Figuren, die nichts mit ihr zu tun haben sollten, trugen plötzlich ihre Fragen in sich. Geschichten, die in andere Richtungen führen sollten, kamen auf sie zurück. «Irgendwann musste ich diesen Elefanten einfach anpacken.»

