Die in Wetzikon geborene Dorothee Elmiger erhält den Schweizer Buchpreis
Auszeichnung für «Die Holänderinnen»
Grosse Ehre für die gebürtige Oberländerin Dorothee Elmiger. Nach dem Deutschen wird sie nun auch mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
Der Schweizer Buchpreis ist bereits die dritte Auszeichnung, die Dorothee Elmiger für den Roman «Die Holländerinnen» erhält. Just an ihrem 40. Geburtstag am 13. Oktober wurde sie mit dem Deutschen Buchpreis geehrt, und Ende Oktober folgte der Bayerische Buchpreis. Die in Wetzikon geborene Elmiger ist damit die Erste, die dieses Triple erreicht.
«Die Holländerinnen» sei ein «sinnlicher und und beweglicher Text, der uns in einen Leserausch versetzt», kommentierte die Jury des Schweizer Buchpreises am Sonntag im Theater Basel ihren Entscheid. «In ihrem konsequent komponierten Roman umkreist Dorothee Elmiger Gewalt in unterschiedlichen Formen und macht Desorientierung körperlich erfahrbar – ein Gefühl, das für unsere Gegenwart steht.»
Mit der Auszeichnung, die im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel vergeben wurde, setzte sich Elmiger gegen die weiteren Nominierten Nelio Biedermann («Lázár»), Meral Kureyshi («Im Meer waren wir nie»), Jonas Lüscher («Verzauberte Vorbestimmung») und Melara Mvogdobo («Grossmütter») durch.
Elmiger erhält für die Auszeichnung 30’000 Franken, die weiteren Nominierten je 3000 Franken. Die Oberländer Autorin wurde 1985 in Wetzikon geboren. Inzwischen lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin in New York.
Für den diesjährigen Schweizer Buchpreis haben 50 Verlage insgesamt 94 Bücher eingereicht. Der Preis wurde 2008 von dem Verein Literatur Basel und dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband ins Leben gerufen. (SDA/pash/lel)