«Das H2U war ein Wendepunkt für uns»
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Die Oberländer Band Black Sea Dahu steht am Sonntag des diesjährigen H2U Openair Uster auf der Bühne. Ihr erneuter Auftritt am Festival ist eine emotionale Rückkehr.
Vom 15. bis 17. August findet das H2U Openair Uster schon zum zehnten Mal statt und präsentiert dem Publikum ein vielfältiges Programm. Mit dabei sind auch Black Sea Dahu, die am Sonntagabend die Jubiläumsausgabe beschliessen.
Für die fünfköpfige Gruppe um Frontfrau Janine Cathrein ist es der zweite Besuch am Openair in Uster. Noch unter ihrem Gründungsnamen Josh durften sie 2015 die allererste Ausgabe des H2U eröffnen. «Wir hatten damals noch kaum Festival-Erfahrung und waren entsprechend nervös. Das Konzert verlief aber ohne Probleme und ich habe es in guter Erinnerung. Vor allem auch, weil wir die Unterstützung der Organisatoren spürten», erinnert sich Cathrein. Denn es war einer der ersten Auftritte, für den sie angefragt wurden und nicht selbst auf den Veranstalter zugehen mussten. «Ein entscheidender Moment für eine Band. Das H2U war somit ein Wendepunkt für uns.»
Es folgten jährliche Tourneen durch Europa, Auftritte an den grossen Festivals der Schweiz und zwei Studioalben. Und spätestens seit der Veröffentlichung des Songs «In Case I Fall For You», ist der Name Black Sea Dahu auch der breiten Schweizer Bevölkerung ein Begriff. Mit ihrem komplexen Sound in Kombination mit tiefgründigen und melancholischen Texten spielte sich die Band mit jedem Konzert in noch mehr Herzen.
Die Bühne als Ausgleich
Dass der Erfolg auch Veränderungen und unschöne Aspekte mit sich bringt, das gelte es auszuhalten, so Cathrein. Wechsel in der Bandformation, ein ständiger finanzieller Druck oder aufwendiges Social-Media-Management – Sachen, die dazugehören, aber auch stark belasten. Den nötigen Ausgleich bieten die Konzerte, bei denen sie ihre Musik zu den Leuten bringen kann. «Wenn man auf der Bühne steht, in die Augen des Publikums blickt und sieht, was das auslöst, kann man alles rundherum für einen Moment vergessen.»
Der Auftritt am H2U ist für Black Sea Dahu die letzte Station ihrer aktuellen Tour. Eine lange Erholungspause ist allerdings nicht vorgesehen, denn die nächste Konzertreihe steht schon fest. Mit im Gepäck ist dann auch ihr drittes Album, das im Februar 2026 erscheinen wird. Ein sehr intimes Album, auf dem Janine Cathrein noch mehr von sich preisgibt. «Ich habe in den Songs den Tod meines Vaters verarbeitet. Die Trauer und der Umgang damit ziehen sich durch das ganze Album.» Die Eggerin nimmt sich den grossen Fragen an: Was ist das Leben? Was kommt danach? Was machen wir mit der Zeit, in der wir hier sind? Musikalisch hört man vermehrt Bläser und Streicher. «Es ist kompromisslos anspruchsvolle Musik. Poesie und Soundtrack, nicht einfach zu verdauen, dafür dringt es tief in die Aspekte des Lebens ein.»
Dem Auftritt auf dem Zeughausareal blickt Cathrein mit gemischten Gefühlen entgegen. «Beim ersten H2U stand mein Vater in der ersten Reihe und hat den kompletten Auftritt gefilmt. Dass er jetzt nicht da sein wird, wird emotional nicht einfach.» Dennoch freut sie sich, wieder einmal in der Heimat zu spielen und viele bekannte Gesichter zu sehen. «Und da es das Ende der Tour ist, haben wir nach dem Konzert sicher genügend Zeit, mit unseren Freunden und der Familie ein wenig zu verweilen.»
Programm H2U Openair Uster
Freitag, 15. August
Mando Diao, Troubas Kater, Basement Saints, Lhanzom Lhasam
Samstag, 16. August
Pegasus, Sens Unik, Nicole Bernegger, Open Season, Noemi Beza
Sonntag, 17. August
Black Sea Dahu & String Quartet «Amour sur Mars», Lovebugs, Zéphyr Combo, Grüüveli Tüüfeli
Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.
