Sogar Baltimore will die Jazzschätze aus Uster
Internationaler Jazztag
Ein Welti-Furrer-Container – und schon ist die Ware in die USA verschifft. Die Schätze des Swiss Jazzorama in Uster bringen sogar Experten im Heimatland des Jazz zum Staunen.
Steigt man die Treppen zum grössten Jazzarchiv der Schweiz empor, liest man auf den Stufen, was die ikonische Ella Fitzgerald im Hintergrund singt: «Let’s build a stairway to the stars» (Lasst uns eine Treppe zu den Sternen bauen). Der Klang von Trompeten, ein leuchtender Schriftzug und eine rote Schallplatte heissen Besucher im Swiss Jazzorama in Uster willkommen.
Bis vor Kurzem war das Archiv noch in einem unscheinbaren Industriegebäude zu Hause. Nun ist es aber ins Zeughausareal umgezogen, wo es dauerhaft bleiben wird.
Der Umzug macht Sinn. Zum einen, weil die Miete in der städtischen Liegenschaft um einiges günstiger ist. Ein Archiv, das selbst kaum Einnahmen generiert und auf Schultern von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen wird, ist auf erschwingliche Konditionen angewiesen, um weiter bestehen zu können. Zum anderen, weil das Zeughausareal künftig das Zentrum der Ustermer Kulturszene werden könnte. Und Kultur umgeben von Kultur macht Sinn.
