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Atelierausstellung in Rikon ehrt das Schaffen von Richi Heer

Die Atelierausstellung findet heuer zum 33. Mal statt. Dieses Jahr steht sie aber unter einem besonderen Stern.

Richi Heer (kleines Bild) ist Mitte September verstorben. An der Atelierausstellung in Rikon werden trotzdem noch Werke von ihm gezeigt. (Archiv)

Fotos: Milena Gähwiler

Atelierausstellung in Rikon ehrt das Schaffen von Richi Heer

Im Werkhof im Schöntal

«Richi fehlt», sagt Künstlerin Ulla Rohr vor der Atelierausstellung in Rikon. An der Veranstaltung wird die Kunst von Richi Heer aber trotzdem präsent sein.

Zum 33. Mal laden die Künstlerinnen der Ateliers im Werkhof Schöntal in Rikon zur jährlichen Atelierausstellung. Auf dem Flyer steht neben Ulla Rohr und Nicole Chenevard auch immer noch der Name von Richi Heer.

Der Künstler und ehemalige Primarlehrer ist Mitte September im Alter von 80 Jahren verstorben. Für seine Weggefährtin Ulla Rohr, die wie Heer von Anfang an in einem Atelier im Werkhof tätig war, ist die diesjährige Ausstellung deshalb besonders.

Frau Rohr, der Name von Richi Heer steht immer noch auf dem Flyer der Atelierausstellung. Werden also immer noch Werke von ihm ausgestellt?

Ulla Rohr: Ja, diese Atelierausstellung sehe ich auch als Gedenkveranstaltung für Richi. Seine Frau und seine Kinder werden in seinem Atelier eine Ausstellung mit seinen Werken gestalten, eine Retrospektive über das Schaffen von Richi. Sein Sohn wird zudem an der Vernissage eine Rede über ihn halten.

Das klingt nach einer emotionalen Angelegenheit?

Wir haben so lange miteinander zusammengearbeitet und über Jahre auch ein Atelier im Werkhof geteilt. Es ist traurig, dass er leider schon eine Weile aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ins Atelier kommen konnte, da wir keinen Lift haben. Wir haben über die Jahre so viele Atelierausstellungen geplant. Richi fehlt, das spürt man.

Frau steht vor blauem Kunstwerk.
Ulla Rohr hat wie Richi Heer von Anfang an im Atelier im Schöntal gearbeitet. (Archiv)

Wer hatte damals die Idee für diese Ausstellungen?

Das war von Anfang an der Deal: Die Gemeinde stellt die Räume als Ateliers zur Verfügung, und wir Künstlerinnen und Künstler zeigen einmal pro Jahr, was wir dort genau machen – am Ort des Geschehens.

Traditionsgemäss stellen aber nicht nur die Künstlerinnen und Künstler aus dem Atelier aus?

Der Anlass ist in der Zwischenzeit etabliert, und es kommen immer sehr viele Besucher. Er ist zu einem Treffpunkt geworden. Und das Ziel war auch immer, dass wir anderen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region eine Plattform bieten können. Auch dieses Jahr haben wir deshalb vier Gäste eingeladen, und das wollen wir auch künftig so machen.

Die Ausstellungen sollen also auch ohne Richi Heer weitergehen?

Auf jeden Fall. Die Atelierausstellung wird weitergeführt. Und wir hoffen natürlich, dass auch wieder ein neuer Künstler oder eine neue Künstlerin in das Atelier von Richi einziehen wird. Das ist recht gross, dort hätten sogar mehrere Personen Platz. Im Schöntal wird weiterhin Kunst entstehen.

Atelierausstellung

Die Atelierausstellung in Rikon findet vom 3. bis 12. November in den Ateliers des Werkhofs in Rikon statt. Dieser befindet sich an der Schöntalstrasse 10, der Eingang ist hinter dem Haus.

Die Vernissage ist am Freitag, 3. November, um 19 Uhr. Die Ausstellung hat am Wochenende vom 4. und 5. November, am Mittwoch, 8. November, und am Wochenende vom 11. und 12. November jeweils von 14 bis 17 geöffnet.

Am Sonntag, 12. November, findet um 12 Uhr eine Lesung vom Kollbrunner Autor Paul Steinmann statt. Es gibt eine Kollekte.

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