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Kultur

Luftakrobatik und Feuerkunst auf dem Campingplatz in Saland

Nicht nur Camper, sondern auch ein Varieté war diese Woche zu Gast auf dem Campingplatz Saland. Und auch ein spezieller Hund.

Rafael Kost steht auf dem Dach seines Zirkuswagens und lässt mit schnellen, kreisenden Bewegungen Funken in den Nachthimmel sprühen.

Foto: Willy Roth

Luftakrobatik und Feuerkunst auf dem Campingplatz in Saland

Auftritt des Variété Pavé

Diese Woche ist das Freiluftspektakel Variété Pavé mit seiner Wanderbühne auf dem Campingplatz Saland zu Gast gewesen. Die Show bot viele Überraschungen.

Willy Roth

Mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht steht Rafael Kost vor der Bühne seines Variété Pavé und lässt den Blick über das zahlreich erschienene Publikum schweifen. Dieses ist bestens gelaunt, obschon die Show noch gar nicht begonnen hat.

Kein Wunder, werden doch vor allem die jüngeren Besucher bereits durch die beiden Clowns Max Meier und This Zogg unterhalten. «Ironius – der Lauf der Dinge» heisst das Programm, mit dem das vierköpfige Ensemble, zu dem auch Luftartistin Rahel Merz zählt, zurzeit unterwegs ist.

Wie kommt es, dass sich der Campingplatz Saland neben illustren Städten wie Basel, Bern oder Winterthur in den Tourneekalender des Variété Pavé einreihen konnte?

«Das ist eine interessante Frage», meint Kost, Gründer und Inhaber. Die Antwort ist einfach: «Zu verdanken ist der Auftritt im Tösstal meiner persönlichen Bekanntschaft mit Heinz Fritschi von der Campingplatz Saland AG», erklärt der Künstler.

Stimmungsvolles Ambiente

Die Bühne, eine kreisrunde Fläche von etwa sechs Metern Durchmesser und einem Meter Höhe, wird rückseitig begrenzt durch einen schmucken Zirkuswagen, dessen Inneres durch einen weiten, roten Vorhang versteckt bleibt.

Überragt wird das Ganze durch einen hohen Rechteckbogen, an welchem zwei, drei Scheinwerfer befestigt sind und an dessen oberem Holmen diverse Haken und Tücher hängen.

Letztere offensichtlich bereitgestellt für die akrobatischen Einlagen von Luftartistin Rahel Merz. Einen magischen Touch verleihen der Szene zusätzlich der landschaftliche Hintergrund und die sich zunehmend verdunkelnde Umgebung.

Roboterhund sucht Schlüssel

Nach dem Motto «Achtung, fertig, los!» startet das 75-minütige Programm. Ohne Unterbruch werden dem Publikum abwechselnd Action, Luftartistik, Jongliereinlagen und Feuerkunst geboten. Dazu eine grosse Portion Spass.

Den Höhepunkt bildet der Auftritt von Ironius, dem Roboterhund aus der Werkstatt von Raphaelius Alva Grusser, gegen Ende der Show. Dass ein Hund etwas zuvor Verstecktes suchen muss, hat man bestimmt schon einmal irgendwo gesehen.

Ein Roboter, der seinen Lieblingsknochen, in diesem Fall einen Gabelschlüssel, unter zwei umgedrehten Eimern findet, ist aber unglaublich lustig. Das Schlussbouquet des Spektakels besteht aus einer eindrücklichen Feuershow, welche vor dem mittlerweile dunklen Nachthimmel besonders gut zur Geltung kommt.

Das Publikum ist begeistert

«Ironius – der Lauf der Dinge» ist eine Darbietung ohne Durchhänger, die das Publikum zu begeistern weiss. Am Rande der Szene diskutiert Organisator Heinz Fritschi das Erlebte mit Bekannten.

Cornelia Stalder findet die Show einfach von A bis Z genial. Auch Stefan Crivelli ist sehr angetan, noch immer kann er kaum fassen, dass nur vier Künstler so etwas zustande bringen. Und Heinz Fritschi? Der ist durch und durch zufrieden!

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