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Wie sich Wetzikon in ein Kulturzentrum verwandelt

Die Art-Tour will Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform bieten. Doch nicht alle konnten die Jury überzeugen.

Victor Pigagnelli, der Vereinspräsident der IG Kultur, hat die Art-Tour mitorganisiert. Das Fotokunstwerk von Helen Eggenschwiler wird bei Interni Raumkonzept zu sehen sein.

Foto: Bettina Schnider

Wie sich Wetzikon in ein Kulturzentrum verwandelt

Art-Tour zeigt vielfältige Kunst

Acht Orte, 50 Kunstschaffende: Die Art-Tour in Wetzikon lädt zur Oberländer Kunstschau. Das müssen Sie über den Anlass wissen.

Was ist die Art-Tour?

Die Veranstalter der Art-Tour bezeichnen sie als Oberländer Kunstschau. Sie findet dieses Jahr zum dritten Mal statt, und zwar vom Donnerstag, 8., bis Sonntag, 18. Juni. Organisiert wird sie vom Verein IG Kultur.

«Unser Ziel ist es, den Oberländer Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu geben, um ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu zeigen», sagt Victor Pigagnelli. Der Innenarchitekt ist Vereinspräsident und organisiert zusammen mit Sergio Tommasi, Siân und Claudine Sprenger sowie Marcel Stähelin die Art-Tour.

Wo finden die Ausstellungen statt?

Die Art-Tour wird ihrem Namen gerecht. Wer alle Werke der 57 ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sehen will, muss acht verschiedene Ausstellungsorte in Wetzikon besuchen.

«Das ist zwar an einem Tag möglich, aber das ist dann zeitlich etwas eng», meint Pigagnelli. Er empfiehlt, sich die einzelnen Ausstellungsorte über mehrere Tage anzuschauen.

Die Vernissage findet am Donnerstag ab 17 Uhr in der Garage Wetzikon statt, wo sich dieses Jahr erstmals das Kunstcafé und der Kunstkiosk befinden.

«Wir wollen, dass sich die Leute dort zum Kaffee treffen können», sagt Pigagnelli. «Und zugleich kann man da kleinere Kunstobjekte kaufen, die man im wahrsten Sinne des Wortes unter den Arm nehmen kann.»

Wie kommt man zur Art-Tour?

Für die Art-Tour kann man an jedem Ausstellungsort einen Button für 15 Franken erwerben. Dieser ist für die gesamte Ausstellungsdauer gültig und berechtigt zum Eintritt in alle Räume. Zu jedem Button wird ein kleiner Ausstellungskatalog abgegeben, der alle Künstlerinnen und Künstler vorstellt.

Ausserdem haben Künstler auch spezielle Eintrittsbuttons erstellt. Diese kosten 35 Franken.

Die Ausstellungsräume haben jeweils von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Von Donnerstag bis Samstag zwischen 18 und 22 Uhr, an den beiden Sonntagen jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Wer stellt an der Art-Tour aus?

Insgesamt stellen 57 Künstlerinnen und Künstler aus. «Sie alle müssen einen Bezug zum Oberland haben», betont Pigagnelli. «Sie wohnen hier, sind hier aufgewachsen oder haben ihr Atelier hier.»

Pigagnelli bedauert indessen, dass nicht sehr viele junge Kunstschaffende vertreten sind. «Es gibt viele Oberländer Künstlerinnen und Künstler, die jetzt in Zürich arbeiten», meint Pigagnelli. «Aber leider bewerben sie sich nicht.»

Wer sucht die Künstler aus?

Die Künstlerinnen und Künstler werden von einer Jury ausgesucht. «Damit wollen wir sicherstellen, dass wir eine qualitativ hochwertige Ausstellung bieten können», erklärt der Vereinspräsident.

Diese Jury besteht aus vier externen Experten. «Und sie waren sehr streng», betont Pigagnelli. Natürlich gebe es bei Kunstwerken auch immer unterschiedliche Meinungen. «Aber die Jury bewertet vor allem, ob die Werke aussagekräftig sind und ob das Handwerk gut ist.»

Dieses Jahr haben sich gut 90 Kunstschaffende beworben, 57 davon dürfen an der Art-Tour teilnehmen.

Was kann man an den Ausstellungen bestaunen?

In der diesjährigen Ausgabe ist vor allem die Malerei stark vertreten. Daneben gibt es auch einige Skulpturen, Drucke, Installationen und ein paar wenige Videoarbeiten.

Im Schnitt stellt jeder Teilnehmer drei Werke aus. «Aber das kommt immer auf die Grösse und die Ausstellmöglichkeit an», sagt Pigagnelli.

Was sind die Highlights?

«Die Art-Tour bietet eine geballte Ladung Kunst und einen Querschnitt des aktuellen Kunstschaffens im Oberland», meint Pigagnelli. Sind doch alle Werke in den letzten zwei bis drei Jahren entstanden oder werden zum ersten Mal ausgestellt.

Es gibt jedoch einige spezielle Events. So zum Beispiel am Freitag, 9. Juni, von 18.30 bis 19.30 Uhr «MalMalMusik» im Interni Raumkonzept. Der Künstler Marcel «Meze» Stähelin malt zur Musik von Thise Gloor.

Ausserdem finden an den Samstagen Führungen statt. Diese beginnen um 18 Uhr bei der Schönau Wetzikon und enden gegen 22 Uhr in der Galerie Kemptnertobel.

An den Sonntagen gibt es ausserdem Kutschfahrten von der Schönau in die Galerie Kemptnertobel. Pigagnelli meint dazu: «Das soll entschleunigen, um bereit zu sein, weitere Ausstellorte zu besuchen.»

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