«Mich hat Panik ergriffen»: Tödliches Ende einer Familienfehde in Maur
Neffe erschlug Onkel
Mit einem Ahorn-Ast erschlug ein 38-Jähriger seinen Onkel – nach Jahren gegenseitiger Schikanen und einem eben erst beigelegten Erbstreit. Nun wurde der Neffe zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
«Den Hag könnt ihr langsam abräumen», sagte der 71-jährige Onkel im Vorbeigehen zu seinem Neffen. Diese scheinbar harmlose Bemerkung über einen möglicherweise illegal aufgestellten Zaun brachte im Februar 2024 eine seit Jahren schwelende Familienfehde zur völligen Eskalation. Der Schauplatz war ein idyllisch gelegener Bauernhof oberhalb des Greifensees in Maur.
Der damals 38-jährige Neffe griff, ohne zu antworten, zu einem herumliegenden Ahornast. Er rannte über die Aussentreppe zum Onkel hoch und holte ihn vor der Tür zu dessen Einliegerwohnung ein. «Mich hat Panik, Existenzangst ergriffen», sagte der Beschuldigte am Donnerstag im Bezirksgericht Uster vor rund 70 Anwesenden.
Der Onkel habe laut Staatsanwalt den bevorstehenden Angriff kommen sehen und versucht, ihn mit einem «Schwinger» abzuwehren. Der Neffe sei dem Faustschlag ausgewichen. «Dann habe ich auf ihn eingeschlagen und wir sind kämpfend die Treppe hinunter», sagte der Beschuldigte.

