Dübendorfer Trinkwasserfluss unterbrochen – Zürich springt ein
Wegen eines Unfalls mit Gewässerverschmutzung haben die Dübendorfer Betreiber zwei Grundwasserpumpwerke abgestellt. Das Trinkwasser kommt zurzeit grösstenteils aus der Stadt Zürich.
Wegen einer Gewässerverschmutzung hat die Genossenschaft Wasserversorgung Dübendorf (WVD) am Mittwoch die Grundwasserpumpwerke Widacher und Stiegenhof vom Netz genommen. Grund für die Verunreinigung war laut WVD-Betriebsleiter Peter Meier ein verunfalltes Baustellenfahrzeug an der Kreuzung Hegnauerstrasse und Schützenstrasse in der Nähe der Autobahneinfahrt Hegnau.
Durch den auslaufenden Treibstoff des Fahrzeugs sei das Wasser des Dürrbachs verschmutzt worden. Deswegen waren die Öl- und Chemiewehr der Feuerwehr Volketswil am Mittwochmorgen bis in den Abend im Einsatz. Die WVD wurde am Morgen durch den Pikettdienst des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), der mit der Feuerwehr zusammenarbeitet, alarmiert.
«Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefährdung», sagt Meier. «Vorsorglich müssen die Grundwasserpumpwerke noch ausser Betrieb bleiben.» Erst wenn die Wasserproben bestätigten, dass keine Verschmutzung des Grundwassers vorliege, könnten sie die Pumpwerke wieder in Betrieb nehmen. «Ich rechne, dass dies zwei bis drei Wochen dauern wird.»



Wasser floss dennoch ohne Unterbruch aus den Dübendorfer Hähnen. Die Versorgung erfolge derzeit zu rund 90 Prozent mit «Züri-Wasser» aus der Stadt Zürich. Das ist nicht ungewöhnlich. Gemäss Peter Meier werde auch ausserhalb solcher Vorfälle Wasser aus Zürich bezogen. Die Transportleitung, die von dort über Dübendorf bis nach Uster reicht, macht dies möglich.
Die Zusammensetzung des Mischwassers in Dübendorf besteht normalerweise aus zirka 59,5 Prozent Grundwasser, 40 Prozent Seewasser und 0,5 Prozent Quellwasser.