Diese Anliegen hat die ältere Bevölkerung von Russikon
Resultate liegen vor
Mehr Alterswohnungen, ein Ausbau der Spitex und mehr Information zu bestehenden Angeboten: Diese Kernanliegen sind das Resultat einer Befragung zum «Leben im Alter» in Russikon.
Im Herbst 2023 wurden die Russikerinnen und Russiker ab 55 Jahren zur Teilnahme an einer Umfrage unter dem Titel «Leben im Alter» eingeladen. Der Gemeinderat und verschiedene involvierte Akteure aus dem Gesundheits- und Betreuungsbereich der Gemeinde haben mehr zu den Bedürfnissen von Einwohnenden in dieser Alterskategorie erfahren wollen, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt.
Die Resultate der Umfrage sollen dabei helfen, die Angebote in Russikon entlang den Bedürfnissen weiterzuentwickeln. Mehr als 500 Fragebogen seien ausgewertet worden.
Alterswohnung mit Pflege und Servicedienstleistungen
Die Resultate der Umfrage hätten klar gezeigt, dass auch die Russikerinnen und Russiker im Alter möglichst lange zu Hause wohnen wollten - bei Bedarf mit Unterstützung durch die Spitex. Sei dies nicht mehr möglich, wünschten sich die Betroffenen einen Umzug in eine Alterswohnung, wo wiederum die Spitex die Pflege übernehmen solle.
Auch weitere Servicedienstleistungen wie eine Unterstützung im Haushalt oder der Fahrdienst würden gerne in Anspruch genommen. Der Umzug in ein Pflegeheim stehe nicht mehr im Vordergrund.
Spitex auch in der Nacht
Von der Spitex wünschen sich die Befragten einen Ausbau der Dienstleistungen. Einsätze in der Nacht und die Begleitung Sterbender (Palliativpflege) stünden dabei im Zentrum.

In der Befragung sei auch die Bekanntheit weiterer Angebote aus dem Bereich «Leben im Alter» überprüft worden. Hier hat die Gemeinde zur Kenntnis nehmen müssen, dass viele der Angebote bei der Bevölkerung wenig bis kaum bekannt sind. Dies gilt insbesondere für die Anlauf- und Beratungsstelle Gesundheit und Alter der Gemeinde Russikon.
Gemeinde soll Alterswohnungen und Ärztehaus aktiv fördern
Von der Gemeinde wünschen sich die Befragten, dass sie das Angebot an Alterswohnungen mit ambulanter Pflege ausbaut. Auch die hausärztliche Versorgung ist den Befragten ein Anliegen. Die Gemeinde solle den Bau eines Gesundheitszentrums beziehungsweise eines Ärztehauses unterstützen.
Die Resultate der Umfrage würden einen deutlich sichtbaren Wunsch nach mehr ambulanter Pflege und neuen Wohnformen im Alter spiegeln. Trotzdem sei eine deutliche Mehrheit der Befragten der Meinung, dass das eigene Alters- und Pflegezentrum in der Gemeinde unbedingt beibehalten werden solle. Diese Thematik müsse im politischen Prozess noch weiter diskutiert werden.
Arbeitsfelder definiert
Der Gemeinderat hat die Resultate nun zur Kenntnis genommen und darauf drei Arbeitsfelder definiert: Ärztehaus, Alterswohnungen und Information zu bestehenden Angeboten. Die Bedürfnisse hinsichtlich der Spitex würden ebenfalls nicht vergessen, bestätigt Gesundheitsvorsteherin Natalie Furrer (FDP). «Die ambulante Betreuung steht überall im Vordergrund, was die Spitex natürlich miteinschliesst.»
All die Themenbereiche würden nun weiterbearbeitet, und die Bevölkerung werde bald über die Fortschritte informiert. Welche der Angebote letztlich umgesetzt werden und welchen finanziellen Anteil die Gemeinde übernehmen soll, werden die Stimmberechtigten in verschiedenen Geschäften zu entscheiden haben.
